Auf jeden Fall bemerkenswert: In vielen Gesprächen ist das Bemühen der institutionellen Experten zu spüren, sich immer mehr an den neuen Wirtschafts- und Unternehmensdaten zu orientieren. Das habe ich zur Grundlage einer spontanen, völlig unwissenschaftlichen Blitzumfrage auf dem zweiten Tag des Fondskongresses in Mannheim gemacht – dem jährlichen Treffen der kompletten Investmentbranche. Das Ergebnis hat mich etwas überrascht, denn die durchweg sehr positiven Berichte von ZEW, Ifo und jetzt auch noch GfK (Verbraucherstimmung) wurden zwar mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, doch habe ich Hurra-Rufe deswegen nicht vernehmen können. Außerdem: Die gerade in den jüngster Zeit immer lauter angepriesenen deutschen Aktien sind nicht die klaren Favoriten der Experten. Weitgehende Übereinstimmung herrschte lediglich bei der Betonung der internationalen Streuung. Ich habe die Frage gestellt, wie würden Sie persönlich jetzt 100.000 Euro anlegen, wenn Sie das Geld nicht für geplante Sachinvestitionen benötigen? Die persönliche Vermögenssituation wurde der Einfachheit halber außer Acht gelassen, als Zeithorizont „mittel- bis längerfristig, mindestens drei Jahre“ vorgegeben. Das ist an individuellen Modellen u. a. herausgekommen:
- 40% europäische Aktien, 30 % Emerging-Markets-Aktien mit Schwerpunkt China, 20% Emerging-Markets-Anleihen, 10% Liquidität.
- 100% Aktien, davon 30% Europa, 25% USA, 25% Emerging Markets mit den Schwerpunkten Lateinamerika und China, Rest Liquidität.
- 50% Anleihen Emerging Markets, zweite Hälfte Aktien, davon 20% Deutschland, 20% USA und 10% Emerging Markets.
- 30% Aktien mit Übergewichtung von US-Aktien und global führenden Konzernen, 50% Anleihen, großenteils Unternehmensanleihen, 10% offene Immobilienfonds und 10% Liquidität.
- 80% Aktienfonds, davon 50% Asien, 30% Europa und 20% USA, 20% offene Immobilienfonds.
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