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Keine Angst vor hohen Aktienkursen!

21.01.20

Während an der Wall Street immer wieder neue Rekorde markiert werden, fehlen dem Dax zum Allzeithoch immer noch ein paar Punkte. In dieser Woche stehen die Chancen auf Höchstmarken aber gut, glaubt jedenfalls die Mehrheit der Börsianer, wobei man gerade bei uns inzwischen spürt, dass die Luft dünner geworden ist. Auch ungeachtet der Crash-Warnungen einzelner Katastrophen-Propheten stellt sich insbesondere älteren Privatanlegern die Frage, ob ihnen nicht ähnlich bittere Erfahrungen wie nach dem Frühjahr 2000 drohen, als der völlig aus den Fugen geratene, total überhitzte Börsen-Hype jäh endete (Neuer Markt, T-Aktie). Zur Erinnerung: In den späten 1990er Jahren sprangen die Aktienindizes mehrmals um über 30 oder gar 40 Prozent p.a.!

„Rezepte“ für eine internationale Aktienmischung

19.01.20

Im Dialog mit privaten Anlegern kommt manchmal der Wunsch, ich sollte doch auch aktuelle Rezepte für die Mischung eines erfolgversprechenden Aktiendepots nennen – also konkrete Einzelwerte (man könnte auch von Geheimtipps sprechen). Als journalistischer Beobachter der Märkte kann ich dem nicht folgen, einfach weil das nicht meine Aufgabe ist. Mindestens ebenso wichtig ist der Hinweis, dass es „Rezepte“ im gewünschten Sinn nicht geben kann, obwohl sich der Vergleich zwischen dem Anlageberater und dem Hausarzt durchaus anbietet. Hier stößt man aber auf das Kernproblem: Der Doktor stellt das Rezept für einen Patienten aus, den er vorher untersucht und diagnostiziert hat – er kennt ihn also. Nebenbei: Trotzdem garantiert kein Rezept auch die gewünschte Wirksamkeit der Medizin.

„Finanztransaktionssteuer“ – Eine gute Wahl zum Börsen-Unwort des Jahres!

14.01.20

Es gibt immer noch interessante Rückblicke, obwohl die Ausblicke längst wichtiger geworden sind. Aber die Ermittlungen zu Un-Wörtern des Jahres haben in diesen Tagen schon Tradition. Heute ist die 19. Wahl von der Börse Düsseldorf bekanntgegeben worden – und es gibt einen klaren Sieger: „Finanztransaktionssteuer“ ist das Börsen-Unwort des Jahres 2019. Wie ich finde, eine gute Wahl! In diesem Begriff sehen die Börsenmakler, Wertpapierhändler und Handelsplatzmitarbeiter einen klassischen Etikettenschwindel. Dazu heißt es: „Bei dem vom Bundesfinanzminister im letzten Jahr forcierten Projekt zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer handelt es sich bei näherer Betrachtung vielmehr um eine Strafabgabe auf Aktiengeschäfte in europäischen Blue-Chip-Werten. Denn anders als das Wort es vermuten lässt, sollen nach den aktuellen Planungen lediglich die Käufe und Verkäufe börsennotierter Aktien von grundsätzlich soliden Großunternehmen besteuert werden. Betroffen wären 145 deutsche bzw. 500 europäische Konzerne mit Marktkapitalisierung von über 1 Mrd. Euro.

Keine Angst, keine Euphorie, keine Ahnung

16.01.20

Manchmal entwickelt sich ein Börsenjahrgang so (oder so ähnlich) wie der Januarverlauf. Darauf wetten würde ich jedoch nicht. Nach gut zwei Handelswochen 2020 präsentieren sich die führenden Aktienmärkte nach wie vor in guter Kondition. Die Indizes pendeln um ihre historischen Höchststände oder unweit davon. Und stimmungstechnisch sind alle gängigen Elemente zu beobachten (siehe Headline). Was fehlt, ist eine klare Mehrheitsmeinung der Profis – mit einer Ausnahme: Vor diesem Hintergrund erscheint ein rein passives Investment, das einfach die großen Börsenindizes repliziert, wenig erfolgversprechend. Vielmehr sind Investoren gut beraten, sich in den kommenden Quartalen einer aktiven Titelselektion zu widmen beziehungsweise auf das Know-how von aktiven Portfoliomanagern zu vertrauen, schreibt mir heute ein internationaler Vermögensverwalter. Ähnliches war auch schon in den vergangenen Tagen zu lesen.