KUTZERS CORNER

Werden Europas Märkte durch die Krisen gestärkt? 

20.05.24

Trotz der vielen (und aktuell schwerwiegenden) nationalen und globalen Sorgen empfehle ich langfristigen Anlegern unverändert Gelassenheit. Die auf Sachwerte konzentrierte Strategie kann beibehalten werden.

Niemand kann wissen, wie sich die Krisen und Kriege weiter entwickeln und wie lange sie dauern werden. Deshalb können die politischen Ereignisse von den Börsenanalysten nicht in konkrete Prognosen umgesetzt werden. Schon der Faktor Zeit – was kann in den nächsten Monaten geschehen? – verhindert einen klaren Blick nach vorn. Und so bleibt es dabei, dass die Börsen derzeit nicht die weltwirtschaftliche Realität widerspiegeln, sondern vor allem von der monetären Politik der Notenbanken getragen werden. Dies bestätigt die historische Erfahrung, dass vor allem die vorhandene anlagebereite Liquidität die Märkte bezugnimmt.

KUTZERS CORNER

Deutschland braucht eine Welle des Optimismus 

12.05.24

Autokratie auf dem Vormarsch. Demokratie in Gefahr, Krisen und Kriege – nichts auf der Welt passt mehr zusammen. Trotzdem bleiben die Börsen in Rekordlaune.

Und bei uns? Die politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen in Deutschland sind zerstritten wie selten. Die Kontroversen rauben Zeit. Pessimisten führen das Wort. Da ist kaum Platz für konstruktive Diskussionen. Und so geht das internationale Image des bisher vorbildlichen Standorts D allmählich verloren. Müssen die privaten Kapitalanleger darauf reagieren? Namhafte Investmentstrategen bemühen sich immer intensiver, Ursachen und Problemlösungen zu analysieren.

KUTZERS CORNER

Don’t sell, don’t buy – wart’ ab im Mai! 

05.05.24

Nicht nur wegen des Börsenweisheit-Klassikers „Sell in May ...“ befassen sich Investmentstrategen jetzt mit den aktuellen Fragen der Anleger. Meine Antwort: Vorsicht, man sollte auch einmal aussetzen und zuschauen.

Aktien jetzt kaufen, halten oder lieber verkaufen? Stellen Sie sich selbst die Frage, geschätzte Anleger, wie Sie die vielen Sorgen der Wirtschaft und der Position Europas im globalen Wirtschaftswettbewerb einordnen. Man kann zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, die allerdings keine klaren Signale für kurz- bis mittelfristige Anleger senden. Das gilt erst recht, wenn man sich von der Berliner Ampel beeindrucken lässt. Denn die deutsche Politik ist letztlich auch für die Börse gefährlich geworden. Und jüngste Studien zeigen, dass der Standort Deutschland international bereits spürbar an Attraktivität verloren hat.

KUTZERS CORNER

Frühlingsgefühle jetzt auch in der Wirtschaft

28.04.24

Hat für die Weltwirtschaft eine Trendwende zum Besseren eingesetzt? Es sieht so aus. Die Volkswirte werden mutiger. Doch Zweifel bleiben, denn es fehlt auch nicht an Warnungen.

Noch ist das Bild nicht einheitlich. Dementsprechend geben sich viele Unternehmen und ihre Verbände nach wie vor vorsichtig. Aber die Signale der Zuversicht für den weiteren Jahresverlauf nehmen erkennbar zu. Wer als Anleger die geopolitischen Gefahren verdrängt, kann seit einigen Tagen aufatmen. Nur möchte ich davor warnen, zunehmend bessere Konjunkturprognosen als stärkeren Auftrieb für die Finanzmärkte zu werten. Denn noch immer orientieren sich die Börsenprofis vor allem an Inflation und Zinsen. Und von der monetären Seite gibt es immer noch Signale der Unsicherheit, insbesondere aus den USA, die zu einer stärkeren Volatilität der Aktienkurse auf ihrem Rekordniveau führen. Der Erholungstrend ist in meinen Augen also noch nicht stabil, kann aber in den kommenden Wochen fester werden.

KUTZERS CORNER

15.04.24 

Was tun, wenn Ihnen Kriege 

(keine) Angst machen?

Sie kennen die alte Weisheit: Angst und Gier sind schlechte Ratgeber. Das gilt auch und gerade für Geldthemen. Wie sollte man als Anleger jetzt aber auf die weltpolitischen Gefahren reagieren? Es gibt keine eindeutige Antwort.

Krisen und Kriege weiten sich aus, Europa und die USA werden immer stärker involviert. Wirtschaft und Finanzmärkte können sich diesen Einflüssen nicht mehr entziehen. Dies ist keine Zeit für Gier – aber Angst ist plausibel!

Analysten sind immer noch optimistisch