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Lage in Europa: Die ernsten Probleme werden noch gut verdaut

11.08.18

Im Westen nichts Neues, könnte man zitieren, obwohl die geo- und handelspolitischen Spannungen fast täglich neue Schlagzeilen liefern. Möglicherweise ist es der Sommersaison geschuldet, dass die Börsianer Gefahrenquellen für die Aktienmärkte immer wieder relativ schnell ausblenden. Dazu kommt der Gewöhnungsfaktor. Und kleinere Rücksetzer werden meist wieder rasch wettgemacht. Dennoch, die Finanzmärkte insgesamt bleiben anfällig gegen kritische internationale Entwicklungen. So hinterließen die Krisennachrichten aus der Türkei schon gestern Vormittag tiefere Spuren auch in unseren Aktienkursen.

Handelskonflikt und Börse: Schwellenländer-Aktien bleiben langfristig attraktiv

08.08.18

Kurse erst deutlich rauf, dann runter – verlieren die lange favorisierten Aktien großer Schwellenländer wegen des Zollkonflikts das Interesse der Anleger? Tatsächlich äußern manche institutionelle Investoren entsprechende Sorgen. Auf lange Sicht hat sich aber an den positiven Vorzeichen für die wirtschaftlichen und Börsenaussichten insbesondere Asiens nichts geändert. Auch die Analysten von Goldman Sachs Asset Management (GSAM) geben sich gelassen und glauben, dass Schwellenländer-Aktien den Handelskonflikten standhalten können.

Kapitalanlage: Allmählich steigt das Interesse für die Börse

04.08.18

Noch ist es zu früh, von einem sicheren langfristigen Trend zu sprechen. Aber es mehren sich die Signale, dass immer mehr bisher risikoscheue Bundesbürger auch die Chancen der Kapitalmärkte nutzen wollen. Endlich. Nach mehreren Erhebungen und Statistiken seit dem vergangenen Jahr weist jetzt auch das neue Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management in diese Richtung.

Allerdings sind auch nach 10 Jahren immer tiefer sinkender Zinsen die Sparprodukte bei den Deutschen die beliebteste Anlageform: 53 Prozent der Befragten besitzen Sparbücher, 29 Prozent legen in Tages- oder Festgelder an. Weitere 38 Prozent der Deutschen nutzen nach eigenen Angaben eine Lebens- oder Rentenversicherung (Mehrfachantworten möglich). Lediglich 21 Prozent der Deutschen setzen dagegen auf die Kraft des Kapitalmarkts: So gaben 15 Prozent der Befragten an, Investmentfonds zu nutzen. In Aktien direkt investieren nur 9 Prozent, in festverzinsliche Papiere gar nur 3 Prozent.

Aktienanlage: Die richtige Auswahl wird wichtiger, aber auch schwieriger

01.08.18

Das eine oder andere der vielen Fragezeichen braucht Sie, geschätzte Anleger, momentan nicht zu beunruhigen. Von großer Unsicherheit an den Börsen kann auch keine Rede sein, was die geringe Volatilität eindeutig belegt. Immer deutlicher wird aber, dass sich die Wirtschaft nicht mehr weltweit synchron entwickelt. Jedenfalls sieht es so aus, als stünden wir am Anfang einer zunehmenden Differenzierung der Konjunkturen nach Regionen, Ländern und Branchen. Handelskonflikte und neue Zölle würden das noch verschärfen. Selektives Vorgehen wird deshalb bei der Aktienanlage noch wichtiger, aber auch schwieriger.