Kurzfristige Zweifel verhindern langfristige Zuversicht

 24.09.20

Die aktuellen Umfragen und Analysen zur Lage der deutschen Wirtschaft sind gewiss nicht übel, aber (noch) nicht ermutigend genug, um der Börse neue Schubkraft zu verleihen. Wer sich als langfristig denkender Aktienfan von den kurz- bis mittelfristigen Zweifeln nicht abschrecken lässt, kann jetzt schwächere Phasen zum weiteren Aufbau seiner Positionen jetzt nutzen. Nur fällt das angesichts der sich wieder zuspitzenden Corona-Krise nicht leicht – erleben wir schon den Anfang einer zweiten Pandemie-Welle, so dass auf die Wirtschaft bald neue Belastungen zukommen?

Viele Prognosen, aber keiner weiß was kommt

 22.09.20

Man könnte den letzten Sommertag auch zum „Konjunktur-Prognose-Tag“ erklären: Während es draußen noch trocken und warm bleibt, liefern uns prominente Propheten ihre neuesten Vorhersagen zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. Auch die klingen zwar nicht übel, sind aber nur verhalten optimistisch mit Korrekturen früherer Einschätzungen (was ganz normal ist). Der in meinen Augen wichtigste Satz kommt von Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser: „Die Unsicherheit bei den Prognosen ist sehr groß, weil niemand weiß, wie die Corona-Pandemie weiter verläuft, ob es nicht doch noch einen harten Brexit gibt und ob die Handelskriege beigelegt werden.“

Wenn die Krise in die Verlängerung geht

20.09.20

Zusammengenommen ergibt sich für Anleger (noch) kein düsteres Bild. Wer dennoch eine nachhaltige Reaktion auf die kommenden politischen Ereignisse befürchtet, der sollte auf Nummer sicher gehen und vorsichtshalber bis zum 3. November nichts unternehmen. Meine größere Sorge gilt aufgrund der neuen Infektionszahlen der Pandemie und ihren Folgen! Mit diesen Sätzen endete mein letzter Zwischenruf. Er ist inzwischen noch aktueller geworden.

Wie politische Einflüsse die Börse bewegen

 17.09.20

Was passiert bis zum 3. November (und was nicht)? Genau genommen geht es aus Börsensicht um die Zeit nach den US-Wahlen. Denn dann wird sich der neue Präsident (selbst wenn es der Alte sein sollte) gegenüber dem Wahlkampfgetöse spürbar moderieren und seinen steuer- und wirtschaftspolitischen Kurs konkretisieren. Außerdem wird die Fed ihren weiteren Kurs dann präzisieren. Bis dahin werden Volkswirte und Analysten noch jede Menge Meinungen zum Wahlausgang veröffentlichen – natürlich unter Berücksichtigung der Außenpolitik der US-Administration, der weiteren Corona-Entwicklung und der aktuellen Wirtschaftsdaten. Das sorgt für Stimmungsschwankungen und Volatilität der Kurse. Wenn man zudem unsere europäischen Herausforderungen (vor allem den Brexit-Streit) einbezieht, kann man feststellen: Ja, Politik bewegt die Märkte. Doch gehe ich aus heutiger Sicht davon aus, dass diese Einflüsse kurzfristiger Natur bleiben und den langfristigen Trend nicht ändern werden. Das kann Sie, geschätzte Anleger, einigermaßen gelassen stimmen.

Frisches fundamentales Futter für die Börsen-Bullen

 15.09.20

Was ist von unserem Aktienmarkt bereits eingepreist? Man darf davon ausgehen, dass dies alle bisher bekannten Informationen (einschließlich der Prognosen) umfasst. Tun wir also einmal so, als würden die heutigen Kurse auch den heutigen Kenntnisstand widerspiegeln. Dann können wir neue Nachrichten, Analysen und Vorhersagen zur Beurteilung der weiteren Kursentwicklung heranziehen. Ergebnis: Heute gab es innerhalb wenigere Stunden viel Positives, das kurz- bis mittelfristig orientierten Anlegern Mut machen kann.