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Börsenstimmung: Gute Zahlen eine Stütze, aber Misstrauen bleibt

15.08.18

Neue Risiken durch die Türkei? Wie groß ist die Ansteckungsgefahr der aktuellen Krisen? Wo sind noch Chancen für Aktienanleger? Die Antworten fallen unterschiedlich aus. Aber die fundamentalen Daten bleiben fast ausnahmslos gut und verhindern empfindliche Schwächeanfälle. Interessant ist in meinen Augen zudem die auffällige Differenzierung nach Teilmärkten und Anlageklassen: Immer mehr Analysten versuchen herauszuarbeiten, wo sich Investments weiterhin lohnen und wo nicht. Insgesamt gesehen werden die vorsichtige Haltung und das kurzfristige Handeln der institutionellen Großanleger von den Märkten bestätigt.

Lage in Europa: Die ernsten Probleme werden noch gut verdaut

11.08.18

Im Westen nichts Neues, könnte man zitieren, obwohl die geo- und handelspolitischen Spannungen fast täglich neue Schlagzeilen liefern. Möglicherweise ist es der Sommersaison geschuldet, dass die Börsianer Gefahrenquellen für die Aktienmärkte immer wieder relativ schnell ausblenden. Dazu kommt der Gewöhnungsfaktor. Und kleinere Rücksetzer werden meist wieder rasch wettgemacht. Dennoch, die Finanzmärkte insgesamt bleiben anfällig gegen kritische internationale Entwicklungen. So hinterließen die Krisennachrichten aus der Türkei schon gestern Vormittag tiefere Spuren auch in unseren Aktienkursen.

Handelskonflikt und Börse: Schwellenländer-Aktien bleiben langfristig attraktiv

08.08.18

Kurse erst deutlich rauf, dann runter – verlieren die lange favorisierten Aktien großer Schwellenländer wegen des Zollkonflikts das Interesse der Anleger? Tatsächlich äußern manche institutionelle Investoren entsprechende Sorgen. Auf lange Sicht hat sich aber an den positiven Vorzeichen für die wirtschaftlichen und Börsenaussichten insbesondere Asiens nichts geändert. Auch die Analysten von Goldman Sachs Asset Management (GSAM) geben sich gelassen und glauben, dass Schwellenländer-Aktien den Handelskonflikten standhalten können.

Kapitalanlage: Allmählich steigt das Interesse für die Börse

04.08.18

Noch ist es zu früh, von einem sicheren langfristigen Trend zu sprechen. Aber es mehren sich die Signale, dass immer mehr bisher risikoscheue Bundesbürger auch die Chancen der Kapitalmärkte nutzen wollen. Endlich. Nach mehreren Erhebungen und Statistiken seit dem vergangenen Jahr weist jetzt auch das neue Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management in diese Richtung.

Allerdings sind auch nach 10 Jahren immer tiefer sinkender Zinsen die Sparprodukte bei den Deutschen die beliebteste Anlageform: 53 Prozent der Befragten besitzen Sparbücher, 29 Prozent legen in Tages- oder Festgelder an. Weitere 38 Prozent der Deutschen nutzen nach eigenen Angaben eine Lebens- oder Rentenversicherung (Mehrfachantworten möglich). Lediglich 21 Prozent der Deutschen setzen dagegen auf die Kraft des Kapitalmarkts: So gaben 15 Prozent der Befragten an, Investmentfonds zu nutzen. In Aktien direkt investieren nur 9 Prozent, in festverzinsliche Papiere gar nur 3 Prozent.