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„Finanztransaktionssteuer“ – Eine gute Wahl zum Börsen-Unwort des Jahres!

14.01.20

Es gibt immer noch interessante Rückblicke, obwohl die Ausblicke längst wichtiger geworden sind. Aber die Ermittlungen zu Un-Wörtern des Jahres haben in diesen Tagen schon Tradition. Heute ist die 19. Wahl von der Börse Düsseldorf bekanntgegeben worden – und es gibt einen klaren Sieger: „Finanztransaktionssteuer“ ist das Börsen-Unwort des Jahres 2019. Wie ich finde, eine gute Wahl! In diesem Begriff sehen die Börsenmakler, Wertpapierhändler und Handelsplatzmitarbeiter einen klassischen Etikettenschwindel. Dazu heißt es: „Bei dem vom Bundesfinanzminister im letzten Jahr forcierten Projekt zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer handelt es sich bei näherer Betrachtung vielmehr um eine Strafabgabe auf Aktiengeschäfte in europäischen Blue-Chip-Werten. Denn anders als das Wort es vermuten lässt, sollen nach den aktuellen Planungen lediglich die Käufe und Verkäufe börsennotierter Aktien von grundsätzlich soliden Großunternehmen besteuert werden. Betroffen wären 145 deutsche bzw. 500 europäische Konzerne mit Marktkapitalisierung von über 1 Mrd. Euro.

Keine Angst, keine Euphorie, keine Ahnung

16.01.20

Manchmal entwickelt sich ein Börsenjahrgang so (oder so ähnlich) wie der Januarverlauf. Darauf wetten würde ich jedoch nicht. Nach gut zwei Handelswochen 2020 präsentieren sich die führenden Aktienmärkte nach wie vor in guter Kondition. Die Indizes pendeln um ihre historischen Höchststände oder unweit davon. Und stimmungstechnisch sind alle gängigen Elemente zu beobachten (siehe Headline). Was fehlt, ist eine klare Mehrheitsmeinung der Profis – mit einer Ausnahme: Vor diesem Hintergrund erscheint ein rein passives Investment, das einfach die großen Börsenindizes repliziert, wenig erfolgversprechend. Vielmehr sind Investoren gut beraten, sich in den kommenden Quartalen einer aktiven Titelselektion zu widmen beziehungsweise auf das Know-how von aktiven Portfoliomanagern zu vertrauen, schreibt mir heute ein internationaler Vermögensverwalter. Ähnliches war auch schon in den vergangenen Tagen zu lesen.

Wenn die Börse übertreibt – Gewinne mitnehmen oder weiter laufen lassen?

12.01.20

Mein kritischer (und ewig skeptischer) Nachbar mit seinem unsinnig gemischten Aktiendepot hat sich wieder einmal gemeldet mit der Frage, ob die Börse nicht übertreiben würde: „Soll ich lieber aussteigen?“ Auch er macht sich Sorgen um die Konjunktur und wegen Nahost. Und es ist durchaus nachvollziehbar, wenn Anleger (nicht nur private) jetzt dem Markt nicht mehr trauen und bezweifeln, dass die Kurse immer neue Höchststände erklimmen werden.

Anlagetaktik beibehalten: Von allem ein bisschen

09.01.20

Entspannung. Man zeigt sich erleichtert. Alles gut? Wer was auch immer jetzt vorhersagt, begibt sich auf das vielzitierte dünne Eis. Die aktuelle Nachrichtenlage erlaubt zwar wieder Zuversicht, sollte aber nicht die vorsichtige Grundhaltung ablösen. Und solange der Dax seine robuste Kondition oberhalb der Marke von 13.000 Punkten auch unter Schwankungen bestätigt, ist die ständige Diskussion über den Zeitpunkt eines neuen historischen Höchststands (über 13.600) nebensächlich.