Börsianer regt die K-Frage momentan nicht auf

 13.04.21

Ist der Aktienmarkt müde geworden – vielleicht sogar nachhaltig? Wäre ja kein Wunder nach der schier endlosen Kletterpartie. Der Dax hat gegenüber anderen Bergsteigern noch Nachholbedarf, doch warnen manche seiner Beobachter vor der dünnen Luft, die er mittlerweile erreicht hat. Na und? Ich halte dagegen. Das ist Gewöhnungssache. Und man muss (ähnlich wie im Himalaya) gut vorbereitet sein. Am besten mit Sauerstoffreserven, die durch anregende Nachrichten von Wirtschaft und/oder Politik geliefert werden. Und die fehlen montan – was sich von heute auf morgen ändern kann.

Probieren Sie alternative Anlageinstrumente au

 11.04.21

Es gibt immer wieder etwas Neues. Börsen und andere Anlagemärkte leben nicht nur durch ihre Preisentwicklungen. So wird das Angebot an Produkten und Dienstleistungen immer breiter, kommen neue Anbieter mit ihren Konditionen hinzu. Ich empfehle grundsätzlich, wo möglich und interessant mitzumachen.

Das gilt auch für die Asset Allocation, also die Streuung des Kapitals auf verschiedene Anlageklassen. Denn selbst bei einer ganz bewussten Konzentration etwa auf Aktien oder Edelmetalle kann man in diese Märkte durch unterschiedliche Instrumente investieren. Die Palette ist groß und bunt – von der Direktanlage und diversen Fondstypen über Termin- und Optionsgeschäfte bis zu strukturierten Produkten. Warum dann nicht die Alternativen ausprobieren, zumindest (= vorsichtshalber) in einem bescheidenen Rahmen?

Nachrichtenlage bleibt für Aktienanleger günstig

 08.04.21

Der zunehmende Zoff (gerade in Europa) über die nachhaltige Corona-Bekämpfung liegt mir, nicht aber der Börse schwer im Magen. Das uneinheitliche Taktieren der Politiker droht schnellen Erfolg zu behindern – trotz der erfreulichen Impffortschritte. Die Mehrheit der Marktteilnehmer orientiert sich aber eher an den positiven Nachrichten oder wartet auf schwächere Kurse, weil sie den anhaltenden Aufschwung verpasst hat. Die jüngsten Wirtschaftsindikatoren bestätigen das.

Hoch, noch höher, am höchsten

 06.04.21

Wer jetzt auf die Suche nach attraktiven Aktienmärkten geht (das Stockpicking einmal nicht berücksichtigt), wird global denken: Bleibt China die am stärksten wachsende Wirtschaftsmacht, wird sich die Erholung der Vereinigten Staaten unter Joe Biden weiter beschleunigen, kann das zerfledderte Europa im Jahresverlauf stark aufholen? Es geht letztlich um das Wirtschaftswachstum in den ökonomisch führenden Regionen der Welt unter Berücksichtigung von Inflation und Geldpolitik. Wird das in den kommenden Monaten entsprechend (unterschiedlich) auch die rekordverwöhnten Börsen noch weiter nach oben bewegen? Gut möglich, aber nicht sicher! Ich bin davon nicht überzeugt und würde mich auch nicht auf die Prognosen der Analysten verlassen. Alles wird vom Verlauf der Pandemie überschattet und damit vom Erfolg der Corona-Bekämpfung – niemand weiß doch, wie sich das globale Mega-Problem weiterentwickelt.

Der Spaßfaktor steigert die Anlagechancen

 04.04.21

Auch Geldanlage kann – besser: sollte – Freude bereiten. Wie? Viele Anleger werden das natürlich mit Rendite, Performance oder Kursentwicklung verbinden, andere mögen ihre Freude allgemeiner mit dem „Anlageerfolg“ oder „Anlageziel“ verbinden. Doch steht das ja am Ende, ist das Ergebnis. Man kann aber den „Spaßfaktor“ als weiches Kriterium auch in die Vorbereitung von Anlageentscheidungen einbeziehen. Ich behaupte: Wem die aktive Beschäftigung mit seinem Geldmanagement, insbesondere mit der Kapitalanlage, auch Spaß macht, der erhöht dadurch seine Erfolgschancen. Dafür gibt es allerdings kein Patentrezept, weil individuelle Emotionen im Spiel sind. Trotzdem können folgende Ansätze, die auf jahrzehntelangen Erfahrungen beruhen, den Spaß an der Freude erhöhen.