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Gewinne mitnehmen, denn der Dax spinnt

02.06.20

Macht Euch locker, denn alles wird gut! So etwa könnte das Motto seit einigen Tagen lauten. Auch für die Börsianer. Vor allem ausländische Investoren interessieren sich besonders für den Dax, weil unser Leitindex (angeblich) Nachholbedarf gegenüber der Wall Street hat. Krise war gestern. Eine zweite Pandemie-Welle gibt’s nicht. Rezession schon auf der Talsohle. Spannungen USA-China sind nur Wortgefechte. Aufstände und militanter Rassismus in amerikanischen Großstädten berühren Europa nicht. Häh? Außerdem läuft Trump für die Fotografen mit der Bibel durch Washington D.C. Was kann da noch passieren? Und dann die Bilder von vollen Stränden (und Klo-Knappheit) da und dort. Die Sonne scheint heftig.

Vor euphorischen Aktienmärkten sei gewarnt!

28.05.20

Kommen die führenden westlichen Volkswirtschaften doch schneller als erwartet aus dem aktuellen Tief? Nimmt man nur die Aktienkurse, dann sieht es tatsächlich so aus. Auch gibt es vereinzelte Stimmen, die schon bald auf eine baldige Erholung der Konjunktur setzen – beginnend noch im laufenden Jahr und mit mehr Elan dann 2021. Allerdings sind Zweifel berechtigt. Auch unabhängig vom Verlauf der Pandemie (und erst recht im Fall einer zweiten Corona-Welle) kann die Rezession länger andauern – statt einem „V“, „U“ oder gestreckten „W“-Muster ist auch ein „L“ nicht auszuschließen.

Das spricht auch langfristig für Aktien: Keine Zinsen, keine Inflation

26.05.20

Entspannung an der Corona-Front (hoffentlich nachhaltig!), doch herrscht kein Mangel an anderen Sorgen und Ängsten. Diese Unsicherheit kann von den Börsianern deshalb verdrängt werden, weil die monetäre Perspektive klar ist und langfristig weiter für die Aktienanlage spricht: Dank der extrem hohen Liquiditätsversorgung durch die Notenbanken bleibt der Preis fürs Geld (= Zinsen) auf absehbare Zeit nahe Null. Parallel dazu pendelt der Preisanstieg ebenfalls auf einem so niedrigen Niveau, dass er den Namen Inflation nicht verdient. Das wird sich auch in der bevorstehenden Bekanntgabe des vorläufigen Verbraucherpreisindex für den Monat Mai nicht ändern. Die von der historischen Erfahrung geprägte Inflationsangst der Deutschen, mit spöttischem Unterton im Ausland auch „German Angst“ genannt, bleibt also im Papierkorb.

ZEW, Ifo und danach – Verdüstern neue Konjunkturwolken die Börsenstimmung?

24.05.20

Schrittweise Entspannung im Corona-Alltag, zunehmende Anspannung der wirtschaftlichen Entwicklung – die Börse hat nach dem Crash eher die positiven Signale honoriert. Das kann sich im Verlauf des zweiten Quartals ändern, wenn sich die Veröffentlichungen fundamentaler Unternehmensdaten und Konjunkturprognosen weiter verschlechtern sollten. Ich halte dies für wahrscheinlich. Deshalb sollten Sie, geschätzte Anleger, wachsam bleiben! Denn neue Rückschläge am Aktienmarkt sind nicht auszuschließen.