ZEW-Umfrage ist noch kein Vitaminstoß für den Dax

 18.01.22

Auch wenn spontan keine entsprechende Reaktion der Börse zu erkennen war – das mit Spannung erwartete ZEW-Barometer signalisiert Hochstimmung im Bullenlager. Die Finanzmarktteilnehmer sind für die nächsten sechs Monate viel zuversichtlicher, als man es erhoffen durfte. Denn die erste Befragung des Mannheimer Instituts im neuen Jahr fällt deutlich positiver als im Dezember aus: Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland machen in der aktuellen Umfrage einen Sprung um 21,8 Punkte nach oben und landen auf einem neuen Wert von 51,7 Punkten. Allerdings verschlechtert sich die Einschätzung der konjunkturellen Lage erneut.

Anleger, setzt lieber das Fernglas auf!

 16.01.22

Börsenbriefe, Tippdienste und andere Medien tun oft so, als wüssten sie wie’s weitergeht (keine Kritik, ist ja ihr Job). Und die professionellen Vermögensverwalter sind schon jetzt dabei, ihre Vorhersagen fürs neue Jahr zu korrigieren. Da fragen sich Anleger nicht nur, wem sie vertrauen können, sondern auch, ob kurz- oder längerfristige Aussagen als Orientierungshilfen zuverlässiger sind. Ich empfehle in diesem spannenden Jahr vor allem den weiten Blick. Denn ist klingt plausibel, wenn die große Mehrheit der Propheten ihre Skepsis für die nächsten Wochen und Monate äußert, dann aber voller Zuversicht über das zweite Halbjahr spricht.

Wandelanleihen für Bullen und Bären geeignet

 13.01.22

Manche von Ihnen, auch wenn sie durchaus mutig sind, fragen nach dem Worst Case. Zumindest interessiert sie, was zu einer ausgeprägten Schwächephase am Aktienmarkt führen könnte. Diese Anleger verfolgen naturgemäß die Inflations- und Zinsentwicklung. Lassen wir einmal Krisen, Kriege und andere Katastrophen außen vor, dann gilt der Fokus weiterhin den Zentralbanken und ihrer Liquiditätssteuerung.

Die Inflation wird (leider) zum Dauerthema

 11.01.22

Schon bei meiner frühmorgendlichen Presseschau hat sie sich zurückgemeldet – die Inflation. Denn „Bild“ schimpft unverhohlen: „Die Wende-Schnabel! Oberste deutsche Euro-Hüterin gibt (endlich) zu: Wir haben uns bei der Inflation verrechnet!“ Denn EZB-Direktorin Isabel Schnabel warnt nun doch vor steigender Teuerung. Also wird sie doch länger anhalten als bisher vorhergesagt? Es sieht tatsächlich so aus, als müssten unsere Währungshüter zurückrudern. Damit verbindet sich für Sie die Frage, geschätzte Anleger, wie lange die Diskussion über Geldwert, Geldpolitik und Zinsen die Finanzmärkte beschäftigen wird. Es bleibt ein Dauerthema, das die Börsen belasten kann, aber nicht muss – je nach Entwicklung der monetären Kriterien.

Was auch passiert – bei Aktien & Gold bleiben

 09.01.22

Klare Signale für die Anleger zum Jahresbeginn? Kurz sah es danach aus. Rasch tauchten dann aber wieder die Fragezeichen auf. Und es sieht so aus, als sollte die Kursentwicklung nicht nur am Aktienmarkt wacklig bleiben. Viele Strategen hatten ohnedies eine unsichere, volatile Phase vorhergesagt. Zumindest für das erste Quartal. Es mangelt aber auch jetzt nicht an zuversichtlichen Stimmen für den weiteren Jahresverlauf – selbst wenn die Belastungen durch hohe Inflation und eine Zinswende der Notenbanken nicht (ganz) schwinden sollten.