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Neues Quartal, neue Hoffnung – vielleicht zu früh

31.03.20

Als ewiger Optimist freut man sich, wenn andere in einer schwierigen Situation Zuversicht verbreiten. Börsianern liegt das im Blut, es gehört einfach zum Wesen von Anlegern und Händlern. Das erkennt man gerade jetzt, in einer globalen Krise von historischer Dimension. Denn was sich schon mit den Stabilisierungsansätzen der führenden Indizes in der vergangenen Woche abzeichnete, hat inzwischen seine Bestätigung durch eine Reihe von Hoffnung weckenden Nachrichten aus dem Umfeld der Finanzmärkte erhalten. Meine (ganz persönliche) Skepsis ist allerdings keineswegs verflogen. Gewöhnung an einen neuartigen, stark eingeschränkten Alltag führt zwar zu einer gewissen Entspannung. Doch möchte ich eindringlich davor warnen, die Pandemie und ihre Folgen locker wegzustecken. Deshalb zweifle ich auch weiterhin an den jüngsten Vorschauen von Volkswirten und Analysten. Sollten diese Mutmacher Recht behalten, werde ich gerne meine übertriebene Skepsis eingestehen.

Anleger können noch nicht erleichtert aufatmen

29.03.20

Wer an der Börse erfolgreich sein will, sollte Optimismus und Mut mitbringen – möglichst viel davon. Das fällt momentan schwer. Und ich bezweifle, dass sich an der extremen Unsicherheit mit hoher Volatilität der Kurse in absehbarer Zeit etwas ändern wird. Deshalb teile ich – wenn überhaupt – die zuversichtlichen Vorschauen großer internationaler Investmenthäuser nur mit skeptischen Einschränkungen. Das erste Quartal geht ja schon zu Ende. Und die Pandemie hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Infolgedessen können wir über die wirtschaftlichen Folgen (wie lang und tief wird die Rezession?) nur spekulieren. Die jüngsten Prognosen namhafter Volkswirte klingen furchterregend. Ganz zu schweigen von den Warnungen der Virologen, eine zweite oder gar dritte Infektionswelle sei möglich.

Jetzt brauchen wir mutmachende Zuversicht!

26.03.20

Ja, es gibt sie – Nachrichten zur Covid-Pandemie, die leise Hoffnung wecken. Aber nur vereinzelt und auch nicht weltweit. Andererseits können neue Entwicklungen und Statistiken die Menschen beruflich und privat tief erschrecken. Niemand, wirklich niemand kann zuverlässig vorhersagen, wie die Welt nach Überwindung der Krise aussehen wird: Wo stehen wir wann? Umso mehr ist jetzt Optimismus angesagt, wie ihn unser Parlament mit einem beispiellosen Hilfsprogramm und dazu mit einer Aussprache von historischer Qualität verbreitet hat. Mehr davon!

Wall Street jetzt eine Chance für Spekulante

24.03.20

Stabilisierung – Erholung – Aufatmen? Eines ist sicher: Es gibt jetzt neben den Katastrophenmeldungen auch erste Signale der Hoffnung. Mehr aber noch nicht. Immerhin können mutige Anleger darüber nachdenken, sich neu zu engagieren. Zwei Entwicklungen reizen die im Herzen stets optimistischen Börsianer: Entspannung im chinesischen Coronavirus-Zentrum und Abflachung der Infektionskurve bei uns sowie unglaublich umfangreich Liquiditätshilfen von Regierungen und Notenbanken. Im zerstrittenen Trump-land funktioniert das Krisenmanagement noch nicht wie in Mitteleuropa. Dennoch geben sich Wall-Street-Strategen zunehmend bullisch. Trotz der herben Verluste und deprimierenden Gewinnschätzungen erwarten sie eine fulminante Kurserholung im Jahresverlauf mit Jahresendzielen für den S&P 500 von 2.700 Punkten aufwärts oder mindestens 20 Prozent Kurspotenzial. Dazu Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank: „Hintergrund ist eine prognostizierte Erholung der Unternehmensgewinne im Jahr 2021, die Ende 2020/Anfang 2021 die fundamentale Grundlage für die Bewertung und das Kursniveau am Aktienmarkt sein werden.“ Natürlich müssen für diese mittelfristig guten Aussichten gewisse Bedingungen erfüllt sein – vor allem muss die Pandemie unter Kontrolle gebracht werden.