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Ich war einmal ein Europäer

17.10.19

Schauen Sie sich doch einmal den heutigen Tages-Chart des Dax an, geschätzte Anleger, und zwar die heftige Zuckung zwischen 11 und 14 Uhr. Für mich ist die wie ein Spiegel der europäischen Entwicklung, speziell wie der Zirkus um den Brexit, ausgelöst von den Nachrichten über einen Last-Minute-Deal zwischen London und Brüssel, begünstigt vom Herdentrieb der Großanleger am Aktienmarkt. „Hurra, wir haben es doch geschafft!“ Nur: Wie lange hielt das euphorische Motto? 


Das falsch verstandene Anlagerisiko

13.10.19

Es hat sich (leider!) noch nicht entscheidend verändert: Die Mehrheit der Bundesbürger schätzt Chancen und Risiken der Kapitalmärkte immer noch nicht richtig ein, jedenfalls bei langjähriger Betrachtung. Deshalb wird hierzulande immer noch zu viel falsch gespart und nicht sinnvoll investiert. Die neue Geldvermögensstatistik der Bundesbank liefert die Zahlenbeweise.
Zunächst liest es sich gut, dass die Menschen in Deutschland trotz der Zinsflaute in der Summe so vermögend sind wie nie. Auf den Rekordwert von 6.237 Milliarden Euro beläuft sich das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen im zweiten Quartal. Ein Plus von 95 Milliarden Euro oder 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Binnen Jahresfrist legte das Geldvermögen um 4,6 Prozent zu. Die privaten Haushalte setzen weiter vor allem auf Bargeld und Bankeinlagen.

Der Aktienmarkt fordert „Restarting Europe“

11.10.19

Europa hat zwar größere, grundsätzliche Probleme, doch ist angesagt (und verdient Unterstützung), dass engagierte Verbände unserer Finanzindustrie wie DAI und DVFA gerade jetzt auf mehr Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft in Europa drängen. Eine konsequente Vollendung der Kapitalmarktunion, zielgerichtetes Handeln für eine nachhaltige Wirtschaft und die Stärkung europäischer Unternehmen im internationalen Wettbewerb: Diese Schwerpunktthemen stehen im Fokus des heute veröffentlichten Europapapiers mit dem Titel „Restarting Europe“. Eine passende Formulierung des Deutschen Aktieninstituts angesichts des leidigen Dauerdiskussion über den Brexit und seine fatalen Folgen für die Gemeinschaft. Ein Neustart in Brüssel – schön wär’s, wenn die neue EU-Kommission auf ihrer Agenda Themen wie Kapitalmarktunion, Nachhaltigkeit und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen unterstreichen würde.

Investors Stampede – wenn Anleger vom Herdentrieb erfasst werden

03.10.19

Dax unter 12.000 nutzen und jetzt deutsche Aktien kaufen? Nein, ich bin kein Freund automatisch-antizyklischen Verhaltens. Die Sache mit dem gegen den Strom schwimmen ist durchaus nicht trivial, wie die Erfahrung lehrt. Vereinfachtes Beispiel: Wenn eine Aktie von 100 auf 80 fällt – ist sie dann schon unten (und für Kaufinteressenten attraktiv)? Man sollte genauer prüfen (besser: zu prüfen versuchen), was die Märkte bewegt hat und wie es einzuordnen ist. Gegebenenfalls können aus den 80 schnell auch 70 und 60 werden, vielleicht noch weniger.