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Unternehmen und Börse: Bundestagswahlen haben kaum Einfluss

27.10.17

Achselzucken an der Börse. Die Folgen der Bundestagswahl für uns alle, in erster Linie aber für die Wirtschaft, bleiben möglicherweise monatelang im Ungewissen. Das mögen die Anleger nicht. Zudem werden die Finanzmärkte vom an Schärfe weiter gewinnenden Konflikt zwischen Nordkorea und den USA überschattet. Trotzdem scheint es vergebliche Mühe zu sein, sich gegen das ständige Zitieren der angeblichen Börsenweisheit „Politische Börsen haben kurze Beine“ zu wenden – Analysten und Journalisten holen diese falsche und sprachlich einfach miserable Metapher immer wieder aus der Schublade. Deshalb sei noch einmal dargelegt, was eigentlich gemeint ist.

Börsenstimmung: Noch herrscht sommerliche Gelassenheit

29.07.16

Das aktuelle Bild ist (für viele erstaunlich) klar, der Blick nach vorn bleibt nebulös. Das ist gewiss nicht ungewöhnlich für die Börsenstimmung. Aber es erschwert dem Anleger natürlich die taktische Entscheidung – solch ich jetzt was tun und wenn ja, was? Es gibt reichlich kursrelevante Themen, gerade in diesen Tagen. Selbst wenn ich die politischen Einflüsse einmal außen vor lasse, kann man über fundamentale und monetäre Faktoren gut streiten. Allein die europäischen Großbanken bieten dafür reichlich brisanten Stoff. Im Übrigen hat die amerikanische Bilanzsaison bisher mehr Positives ans Negatives beschert. Und ein Blick auf die kurz- bis mittelfristigen Charts zeigt sofort, dass der Dax im Fahrwasser der Rekordfahrt an der Wall Street weiter voran kommen will.

In dieses Bild passt die jüngste Umfrage an der Frankfurter Börse. Man hat in dieser Woche die Stimmungserhebung auf Facebook und Twitter ausgeweitet. Aus methodischen Gründen werden dabei nur aktive Investoren befragt. Kommentieren die damit beauftragten Verhaltensanalysten des Goldberg-Teams: „Demnach fließen die Meinungen zwar nicht in die Analyse ein, wir wollen sie Ihnen aber nicht vorenthalten: 40% Bullen, 50,4% Bären und 9,6% Neutrale.“

Aus der Analyse geht hervor, dass zumindest die professionellen Anleger die Kursbewegung der vergangenen Woche nach oben mitgemacht haben. 9 Prozent sind seit vergangenem Mittwoch in Dax-Aktien eingestiegen, 7 Prozent haben ihre Short-Positionen dicht gemacht. Das hebt den Sentiment-Index auf +11 Punkte, nachdem er vor einer Woche mit -5 Punkten noch im pessimistischen Bereich stand. Für Joachim Goldberg sind es allerdings weniger neue Aktionäre, sondern ehemalige Bären, die angesichts der steigenden Kurse diszipliniert ihre Short-Engagements geschlossen haben. Als Kurstreiber macht der Verhaltensökonom die expansive Geldpolitik in den USA, Japan und der EU aus.

In die andere Richtung bewegen sich dagegen die befragten Privatanleger, von denen nochmal 5 Prozent Aktien verkauft haben und deren Sentiment-Index genau auf Null zwischen absolutem Optimismus und Pessimismus landet. Nach Goldbergs Ansicht sind von diesen Akteuren aus einer komfortableren Ausgangslage heraus Gewinne mitgenommen worden. Sein Fazit: Im Jahresvergleich ist die Einstellung der Anleger relativ skeptisch, was das positive Szenario für den Dax stützt. Rücksetzer dürften zum Einstieg genutzt werden, während am oberen Ende immer noch recht viele Anleger hinterherlaufen und damit den Trend stützen müssten.

Und die internationale Perspektive? Ich könnte nach wie vor zwei Päckchen ausgedruckter Analysen, Meinungen und Prognosen nebeneinander legen. Die Vordenker sind weiter eifrig bemüht, die Argumente zu bewerten und die Aussichten für die Finanzmärkte vorzuzeichnen. Ergebnis: wie eingangs schon erwähnt, stark uneinheitlich bis leicht positiv. Heute die typische Meinung: Die Sorgen nach dem Brexit-Votum legen sich. Jedoch zeichnen sich die negativen Folgen für die
Konjunktur im Vereinigten Königreich erst allmählich ab. Die Bank of England (BoE) dürfte daher ihren Leitzins senken, das Pfund Sterling dürfte weiter abwerten.

Viel Lärm um nichts? Von einer großen Brexit-Katastrophe ist wenig zu spüren. Die Finanzmärkte haben sich weltweit erholt bzw. stehen sogar besser als vor dem Referendum da. Ich als alter Optimist würde trotzdem nicht darauf wetten, dass es so bleibt. In den USA sieht man noch keine größeren Bremsspuren wegen Brexit. In der kommenden Woche stehen stark beachtete Daten aus Amerika zum Monatsbeginn an (Einkaufsmanagerindizes, Arbeitsmarktbericht). Und die Börsen auf beiden Seiten des Atlantiks werden sensibel auf die frischen Unternehmensdaten reagieren.

Bullenfalle oder Sommer-Rally? Jetzt sind Sie gefragt!


Es ist wieder einmal soweit: Ihre Meinung zählt, geschätzte Leser! Mein Kollege Jochen Appeltauer, Chefredakteur des „boerse.de-Aktienbrief“ (aber nicht nur der), möchte gerne wissen, wie sie momentan die Börse sehen. Ist jetzt der Startschuss für eine Sommer-Rally gefallen, oder werden die Bullen erneut an der Nase herumgeführt? Deshalb die Einladung, am aktuellen boerse.de-Anleger-Barometer teilzunehmen. Diese Umfrage wird quartalsweise durchgeführt, um regelmäßig ein repräsentatives Bild von der jeweils herrschenden Stimmung unter den heimischen Anlegern zu bekommen.
Nehmen Sie sich daher bitte ganz kurz Zeit, um uns einige wenige Fragen zu beantworten. Uns würde bspw. interessieren, wie Sie die kurz-, mittel- und langfristige Entwicklung der Märkte einschätzen. Die Beantwortung dauert keine fünf Minuten und dürfte sich als lohnendes Investment erweisen. Denn als Teilnehmer am boerse.de-Anleger-Barometer erhalten Sie direkt nach Ende der Umfrage die Auswertungsergebnisse sowie eine fundierte Interpretation der Anlegerstimmung. Gleichzeitig nimmt jeder Teilnehmer automatisch an der Verlosung einer fünftägigen New-York-Reise für zwei Personen Teil – inklusive Flug sowie Übernachtung in einem 4-Sterne-Hotel am weltberühmten Times Square. Last but not least sichern Sie sich mit der Teilnahme am aktuellen boerse.de-Anleger-Barometer ein großes Dankeschön-Paket. Darin enthalten ist unter anderem der brandaktuelle Sonderreport „Die Sommer-Champions 2016“.


Machen Sie also weiter mit – und machen Sie’s gut!  

Finanzmärkte: Was kommt nach „Brexit“ oder „Bremain“?

23.06.16

Auch wenn die Mehrheit der Finanzmarktakteure zuletzt bereit war, eher auf einen britischen Verbleib in der Europäischen Gemeinschaft zu setzen – die Nervosität ist überall enorm, auch in weiten Teilen der produzierenden Industrie. Ich bin in dieser Woche von analytischen Versuchen und Planspielen aus Wirtschaft und Politik förmlich überschüttet worden. Auffallend dabei ist die zunehmende Sorge vieler Strategen, dass es selbst im Fall des allseits erhofften „Bremain“ nach kurzem Aufatmen eine längere Phase der Unsicherheit geben könnte, weil die Zukunft Europas ohnedies in Frage gestellt wird.

Heerscharen von Journalisten und anderen Beobachtern begleiten das heutige Referendum in der Londoner City. Agenturen berichten in allen Details über das praktische Geschehen: Fingerfood ist schon bestellt, die Hotelzimmer in der Nähe der Büros sind gebucht: Die weltgrößten Banken bereiten sich auf eine aufreibende Nachtschicht in den Büros und Handelsräumen nach der Abstimmung über den Austritt Großbritanniens aus der Union vor. Die Turbulenzen an den Devisen- und Anleihemärkten, aber auch im Aktienhandel dürften dann nur mit dem „Schwarzen Mittwoch" im September 1992 vergleichbar sein, an dem Großbritannien den Europäischen Wechselkurs-Mechanismus verließ, erwarten Banker. Nicht nur Devisen- und Bond-Trader selbst dürften ihre Büros in der kommenden Nacht nur für ein kurzes Nickerchen verlassen. Auch Führungskräfte bei Citi, der Deutschen Bank, HSBC oder Goldman Sachs sollen sich zumindest telefonisch in Rufbereitschaft halten, wie es in Finanzkreisen heißt.

Die ersten Abstimmungsergebnisse werden gegen 23.00 Uhr deutscher Zeit erwartet, das Endergebnis dürfte wegen des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen EU-Befürwortern und -Gegnern erst morgen früh vorliegen, kurz bevor in Europa die Märkte öffnen. Doch ein normaler Handelstag dürfte dieser Freitag nicht werden. Vor allem das britische Pfund steht im Fokus. Schon Umfragen reichen, um seit Wochen heftige Kursschwankungen auszulösen. Das könnte nicht nur die Computersysteme an ihre Grenzen bringen, auf denen gehandelt wird. Auch britische Notenbanker stehen bereit, notfalls noch in der Nacht einzugreifen.

Unsere Börse ist nach der Kurserholung in bemerkenswert guter Verfassung geblieben. Der Aktienmarkt folgt im Moment offensichtlich den britischen Buchmachern. Steigt die Brexit-Wahrscheinlichkeit, fallen die Preise und umgekehrt. Seit vergangenem Mittwoch hat der Dax wieder 480 Punkte gut gemacht. Das scheint vielen mittelfristig orientierten professionellen Anlegern zu reichen, heißt es im wöchentlichen Sentiment-Report von der Frankfurter Börse. 9 Prozent haben Dax-Aktien verkauft und 5 Prozent sind jetzt auf der Short-Seite. Die Marktstimmung ist mit +25 Punkten aber immer noch deutlich optimistisch. „Verfrühte Erleichterung gepaart mit Risikoscheu" attestiert Verhaltensökonom Goldberg den Anlegern. In der Haltung der Privatinvestoren hat sich kaum etwas geändert. 2 Prozent haben ihre Short-Positionen glatt gestellt – das war's. Der Sentiment-Index dieser Anlegergruppe steht mit +21 Punkten nur leicht unter dem der Profis.

Goldberg erkennt in dem Verhalten der Investoren eine Asymmetrie zugunsten der Optimisten, mit der Folge, dass eine „Erleichterungsrally", falls Großbritannien in der EU bleibt, bereits teilweise vorweggenommen sei. Das bremse einen stärkeren Aufwärtstrend des Dax bei „vermutlich 4 bis 5 Prozent" über dem heutigen Stand durch Gewinnmitnahmen. Sollte es zu einem Brexit-Entscheid kommen, würde das alle Bullen unter Druck setzen, und zwar prozentual erheblich größer als ein Remain-Ergebnis.

Nun, das kann so kommen, aber auch anders. Und selbst 5 Prozent mehr als aktuelle Dax-Niveau wären doch eine gute Basis für eine Wiederaufnahme des langfristigen Aufwärtstrends. Beim Brexit hingegen muss man sich auf alles gefasst machen, also selbst einen lauten Crash, wobei dieser dann den Auftakt einer längeren Schwächephase von Wirtschaft und Börsen bilden könnte. Ich bleibe bei meiner gelassenen Vorhersage: Die Briten bleiben in der EU.


Vermögensaufbau langfristig planen

Thomas Müller vermutet, dass die Börsen nach der Brexit-Entscheidung relativ schnell wieder zur Tagesordnung übergehen dürften. Im Editorial der neuen Ausgabe des „boerse.de-Aktienbrief“ schreibt der Herausgeber und Verlagschef: „So wird das Thema an unserem 9. Rosenheimer Börsentag (16. Oktober, bitte jetzt anmelden!) vermutlich keine große Rolle mehr spielen. Viel bedeutender sind die ganz grundsätzlichen Überlegungen zum Depotaufbau und damit strategische Anlageentscheidungen, die über Tagesereignisse hinaus den Erfolg Ihres Portfolios bestimmen. Überlegen Sie einmal: Welchen Wert hätte wohl Ihr Aktiendepot im Jahr 2026, wenn Sie die nächsten zehn Jahre – abgeschnitten von der Außenwelt und allen Kommunikationsmöglichkeiten – auf einer einsamen Insel verbringen müssten?

Sofern Sie ein entsprechend unserer Aktienbrief-Strategie nach Branchen und Ländern diversifiziertes Champions-Portfolio besitzen, wird sich Ihr Vermögen per saldo sehr erfreulich entwickelt haben. Denn bei 12% Gewinn p.a. verdreifacht sich ein Depot binnen eines Jahrzehnts, bei 15% jährlich wächst das Investment um das Vierfache und bei 18% p.a. um den Faktor fünf! Je nach Zusammenstellung könnte
es innerhalb des Depots aber zu stark auseinanderlaufenden Wertentwicklungen kommen. Denn Sie wissen: Ein bedingungsloses Buy-and-Hold in Champions wie beispielsweise Apple oder amazon.com kann, muss aber nicht funktionieren. Denn „aufregende“ Technologieunternehmen stehen für die spekulativste Branche im Champions-Pool, während „langweilige“ Defensiv-Champions aus dem Bereich Getränke, Lebensmittel & Tabak und dem nicht-zyklischen Handel & Konsum aufgrund dauerhafter Wettbewerbsvorteile langfristig nahezu Gewinn-Garanten sind. Hier geht es niemals um spektakuläre Gewinne, sondern um spektakulär konstante Unternehmens- und damit auch Aktienkursentwicklungen.“


Machen Sie also weiter mit – und machen Sie’s gut!  

Finanzmärkte: Die Brexit-Angst wird plötzlich abgeschüttelt

20.06.16

Ein ungewöhnlichen Einstieg in das Thema (ich bitte um Verständnis). Aber die Börsen spielen wieder einmal (nachvollziehbar) verrückt. Gestern Abend hatte ich zunächst folgendes formuliert: Brexit – der vorläufig letzte Stand vom Wochenende: Die Bevölkerung im Vereinigten Königreich ist in zwei fast gleich große Teile gespalten. Insofern ist der Ausgang der Abstimmung am kommenden Donnerstag sehr unsicher. Sollten die Austrittsbefürworter tatsächlich die Mehrheit erlangen, ist mit weiteren deutlichen Kursrückgängen an den Aktienmärkten sowie mit einer Abwertung des britischen Pfund und des Euro gegenüber dem US-Dollar zu rechnen – vielleicht kommt es sogar zu nachhaltigen Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten. Im von mir erwarteten Fall eines „Remain“-Votums sollte dagegen so etwas wie eine Erleichterungs-Rally die europäischen Aktien- und Devisenmärkte beflügeln.

Dabei bleibe ich auch. Doch ist schon der Wochenauftakt wie ein Paukenschlag – mit einem Sprung des Dax um fast 300 Punkte über 9.900 entsprechend einem Anstieg um 3 Prozent in den ersten Handelsminuten. So schnell kann es gehen. Jetzt glaubt – umfragegestützt – eine deutliche Mehrheit an den Verbleib in der Europäischen Gemeinschaft. Schon Asien-Börsen in Jubelstimmung = ermutigende Vorgaben für Europa. Das Pfund wieder fest, ebenso der Euro (ohne das Export-wird-teurer-Argument neu zu beleben). Ganz offensichtlich sind gleich zum Börsenbeginn Short-Positionen massiv geschlossen worden. Dazu sind ausländische Investoren als Käufer zurückgekehrt.

Verrückte Märkte. Das Referendum am 23. Juni ist zweifellos das wichtigste Ereignis dieser Handelswoche. Sein Ergebnis wird am Freitagmorgen veröffentlicht. Weitere für Europa wichtige politische Entscheidungen folgen auf den Fersen, insbesondere die Neuwahlen in Spanien. Kein Wunder, dass die Finanzmärkte seit Wochen zunehmend nervös geworden sind mit Aktien und Pfund als Verlierer, denn Sicherheit ist gefragt. Gold und vor allem deutsche Bundesanleihen haben davon bisher profitiert. Ist das schon vor dem Tag X nur noch Schnee von gestern?

Von Anfang an war ich der Meinung, dass es nicht zum Brexit kommen wird – und bleibe bei dieser Überzeugung. Deshalb habe ich auch wiederholt empfohlen, bei Dax-Niveaus unterhalb von 10.000 deutsche Standardwerte zu kaufen. Vereinzelt erreichen mich auch gegenteilige Stellungnahmen, wonach mit einem Ausscheiden der Briten der Zerfall Europas beginne und die Wirtschaft nicht nur auf der Insel in eine tiefe, lange Krise gestürzt werden dürfte. Kann ich nachvollziehen, diese Einschätzung. Doch glaube nicht, dass es dazu kommen wird.
Skeptikern empfehle ich schlicht, diese Woche abzuwarten und zuzuschauen. Wer jedoch die Katastrophe kommen sieht, kann natürlich à la Baisse spekulieren – diese Möglichkeit wird selbst von fortgeschrittenen Privatanlegern immer noch leicht übersehen. Viele Menschen können sich einfach nicht dazu überwinden, auf das „Schlechte“ zu setzen, eine Wette auf den im Grunde ungewünschten Fall einzugehen.

Es ist dies jedenfalls auch eine Woche für Zocker. Warum auch nicht. Denn wer Lust dazu verspürt, kann Brexit-Wetten über britische Buchmacher abschließen. Einfacher wäre es, den Dax zu kaufen.

Das BCDI-Zertifikat beweist weiter seine besondere Qualität

Vorsichtige Aktien-Fans unter den Anlegern werden sich weiter an defensive internationale Werte halten. Auch in den jüngsten Börsenturbulenzen hat der vom Börsenverlag entwickelte „boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI)“ seine herausragende Qualität unter Beweis gestellt. So notiert der Dax (Ende vergangener Woche) um 23% unter seinen historischen Höchstkursen, während dem BCDI lediglich 4% bis zu den All-Time-Highs fehlen. Das bedeutet: Seit der BCDI-Börseneinführung am 1. Juli 2014 hat der Dax 2,9% verloren, der amerikanische Dow Jones kommt auf ein Plus von nur 5,4%, aber im BCDI beträgt der Gewinn 35,8%! Genau deshalb ist das BCDI-Zertifikat (WKN: DT0BAC) mittlerweile das beliebteste Index-Zertifikat in Deutschland.

Am 01. Juli feiert der BCDI seinen zweiten Geburtstag. Wenn auch Sie, geschätzte Leser, zu den vielen zufriedenen BCDI-Investoren gehören, dann senden Sie einfach eine E-Mail mit Ihren Erfahrungen und Erlebnissen an kontakt@bcdi.de. Als Dankeschön für jede veröffentlichte Einsendung erhalten Sie eine Flasche „Château Hausse“. Und alle Rückmeldungen nehmen automatisch am großen Börsenverlag-Gewinnspiel teil: Hauptgewinn ist eine 5-tägige Reise für zwei Personen nach New York an die Wall Street inkl. Flug und Übernachtung in einem 4-Sterne-Hotel am Times Square.


Machen Sie also weiter mit – und machen Sie’s gut!  

Finanzmärkte: Brexit & Folgen bleiben eine ernste Spekulation

16.06.16

Die internationalen Finanzmärkte sind weit davon entfernt, sich zu beruhigen und zu stabilisieren. Aktienkurse schon wieder auf Talfahrt, Dollar und Öl ebenfalls schwächer – nur Gold glänzte als Reflex der verbreiteten Nervosität und klettert über die Marke von 1.300 Dollar. Das war jedenfalls der Stand von heutigen frühen Vormittag (sollte man in so volatilen Zeiten immer erwähnen). Krampfhaft versuchen die Marktteilnehmer, die Position der Fed mit den Äußerungen der Notenbankchefin Janet Yellen zu interpretieren. Wichtiger bleibt aber die Brexit-Diskussion, die teilweise hysterische Züge angenommen hat.

Mittlerweile gibt es schon fast so viele Analysen und Prognosen zum britischen Referendum in der nächsten Woche wie seinerzeit zur hitzigen und kontroversen „Grexit“-Debatte. Bis vor kurzem hatte ich gedacht, alle, die etwas zu sagen haben (oder meinen, etwas sagen zu müssen), hätten es auch getan. Weit gefehlt, denn fast stündlich erreichen mich neue Statements aus aller Welt – meist ernste Warnungen vor einem Brexit. Meine Pro-Euro-Position ist bekannt, so dass ich meine Bedenken nicht weiter erläutern möchte.

Der Wirbel im Vorfeld des 23. Juni zeigt, welches Gewicht die näher rückende Entscheidung der Briten haben wird. Am Rande sei vermerkt, wie detailliert Experten und „Experten“ mit wieder einmal frappierendem Selbstbewusstsein die erwarteten Folgen eines U.K.-Austritts beschreiben. Ich behaupte: Der Vorgang wäre so beispiellos und komplex, dass kein Mensch auch nur einigermaßen genau skizzieren kann, welche Folgen absehbar sind.

Das Thema hat gestern Abend auch die US-Notenbank beeinflusst. Sie sorgt sich zwar um den heimischen Arbeitsmarkt und die niedrigen Inflationserwartungen. Dass die Fed ihren Leitzins erst einmal beibehalten hat (wie von den Märkten erwartet), hängt aber nicht zuletzt mit den Brexit-Sorgen zusammen. . Das Ausstiegsszenario sei mit ins Kalkül genommen worden, räumte Yellen nach der Fed-Sitzung ein: „Es war einer der Faktoren, die in unsere heutige Entscheidung eingeflossen sind." Die Folgen eines britischen EU-Austritts könnten auch die US-Wirtschaft treffen. Die Währungshüter signalisierten dennoch, dass sie 2016 noch zwei Zinsschritte nach oben wagen wollen. Der erste komme womöglich bereits im Sommer: „Wir werden in den nächsten Monaten handeln, wenn es angebracht sein sollte", sagte Yellen. Auch eine Erhöhung im Juli sei nicht vom Tisch.

Erstaunlich gelassen sind die Profis am Frankfurter Platz bis gestern geblieben, wie aus dem wöchentlichen Sentiment-Report der Börse hervorgeht. Während der Dax in der betrachteten Woche abgetaucht ist – immerhin um 680 Punkte, das sind 6,6 Prozent seit der Vorwoche –, sind die hiesigen Investoren eingestiegen. Zumindest die Institutionellen. 10 Prozent der befragten mittelfristig orientierten Profis haben seit vergangenen Mittwoch Dax-Aktien gekauft. 1 Prozent ist short gegangen. 58 Prozent sind jetzt bullisch und 29 Prozent bärisch. Der Sentiment-Index steht mit +29 Punkten weit oben im optimistischen Bereich. Die privaten Anleger haben anders agiert: 1 Prozent hat Dax-Aktien verkauft, 6 Prozent sind short gegangen. Von dieser Investorengruppe setzen jetzt 58 Prozent auf steigende Preise und 29 Prozent auf fallende. Der Sentiment-Index steht mit +19 Punkten zwar tiefer, aber ebenfalls noch eindeutig optimistisch.

Rosenheimer Börsentag“ zieht immer mehr Anleger an

Es wird Zeit, geschätzte Anleger, sich für den 9. Rosenheimer Börsentag am 16. Oktober 2016 anzumelden. Ich kann Ihnen versichern, dass dieser Event auf jeden Fall hoch interessant, sehr nützlich und dazu noch unterhaltsam sein wird! Es ist ein Börsentag der besonderen Art – langjährige Besucher bestätigen das gerne. Eigentlich ist es der Tag der offenen Tür des TM Börsenverlags. Der schier unglaubliche Erfolg dieses TdoT bei den Besuchern hat in manchen Reden Augen zwinkernd zu Vergleichen mit der bayerischen Landeshauptstadt und den dortigen Börsentagen geführt. So tauchten schon vor ein paar Jahren immer wieder Synonyme wie „Rosenheimer Börsentag“ und „Anlegertreffen am Finanzplatz Rosenheim“ auf. Inzwischen wächst die Veranstaltung tatsächlich in eine Dimension, die solche Formulierungen auch verdient.

Dazu Verlagschef Thomas Müller: „Wir haben diese Veranstaltung 2008 ins Leben gerufen und freuen uns seitdem Jahr für Jahr über steigende Besucherzahlen. Da unser Verlagshaus mit 700 Besuchern beim letztjährigen Börsentag schier aus den Nähten geplatzt war, ziehen wir nunmehr ins moderne Rosenheimer Kultur- und Konkresszentrum (KU‘KO) um. Der 9. Rosenheimer Börsentag wird also eine ganz besondere Veranstaltung. Im Mittelpunkt sind natürlich die Börsenverlag-Redakteure, die Ihnen den ganzen Tag für Diskussionen und die Beantwortung all Ihrer Fragen zur Verfügung stehen. Besuchen Sie die Infostände unserer Börsendienste und Kooperationspartner (z.B. Börse Stuttgart) sowie die halbstündlichen Vorträge zum BCDI und den neuen boerse.de-Services. Wir erklären Ihnen, wie Sie erfolgreich an der Börse investieren, denn in der Nullzins-Phase führt an Aktien einfach kein Weg vorbei. Traditionell werde ich dann zum Ende des Tages meine Börsenvision präsentieren und dabei unter anderem zeigen, warum der Dax auf 100.000 Punkte steigen wird.“

Ich selbst begleite diesen Börsentag, zu dem mindestens 1.000 Gäste erwartet werden, seit Jahren – insbesondere als Moderator, der durch den Tag führt und zwischendurch viele Gespräche mit interessierten Privatanlegern führt. Und ich sage Ihnen, geschätzte Anleger: Wer am 16. Oktober in Rosenheim nicht dabei ist, der verpasst etwas. Ich hoffe, wie sehen uns!
Jetzt anmelden: www.boersenverlag.de/boersentag


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Aktienmärkte: Dieser Absturz hat dem Dax weh getan

13.06.16

Auweia, der Wochenausklang hat nicht nur dem Dax, sondern mit Sicherheit vielen Anlegern sehr weh getan – Profis und Privaten! Wer hätte das gedacht angesichts der erfreulichen Beobachtungen während der Tage zuvor. Vor allem die Manier des Kursabsturzes bei gleichzeitigen Run auf Staatsanleihen (jetzt auf Rendite-Tief) sorgen für erstauntes Kopfschütteln. Trotz meiner (ungebrochenen) Zuversicht hatte ich kürzlich immerhin auf die „Unberechenbarkeit von kurzfristigen Kursentwicklungen“ hingewiesen und ergänzt: „Diese können durch das Herdenverhalten der großen, marktbestimmenden Investoren durchaus heftig ausfallen, verpuffen aber wenig später schon wieder.“ Jetzt hoffe ich natürlich, auch mit dem zweiten Satzteil richtig zu liegen.

Na ja, danach sah es heute Vormittag nicht aus, als sich der Dax weiter eilig abseilte (unter 9.800 Punkte). Gerade im Zeitalter des Algo-Tradings, wenn Computerprogramme an bestimmten Stellen automatisch Verkäufe auslösen, kann man an Finanzmärkten mehr denn je eine starke Eigendynamik beobachten – früher sagten Händler zu diesem Phänomen: Die Baisse nährt die Baisse (bzw. Die Hausse nährt die Hausse). Verkäufe oder Käufe können also auch ohne neue Anstöße durch aktuelle Nachrichten zunehmen, sondern sind „preisgetrieben“ – die Kursentwicklung selbst bestimmt die Handlung der Anleger.

Aller Voraussicht nach wird die Brexit-Diskussion (Brexit = Kunstwort aus Britain und Exit) bis zum Referendum am 23. Juni der dominierende Börsenfaktor bleiben. Natürlich beachten die Marktteilnehmer auch mit größten Interesse, was die amerikanische Notenbank tut oder lässt. Konjunkturdaten rücken dabei eher etwas in den Hintergrund. Zunächst kommt es aber darauf an, ob und wann die führenden Aktienmärkte wieder Boden finden.

Deshalb rate ich vorsichtigen Anlegern unverändert dazu, erst einmal das Brexit-Ergebnis abzuwarten, bevor die eigene Strategie auf den Prüfstand gestellt wird. Aus heutiger Sicht spricht vieles für ein ziemlich spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit wechselhaften Umfrageergebnissen in den kommenden Tagen. Ich halte an meiner (für einen Optimisten typischen) Einschätzung fest, dass der Brexit nicht beschlossen wird – das wäre eine neue Chance für die Konsolidierung Europas insgesamt. Und das müsste dann auch sofort zu einer stärkeren Erholung der Aktienkurse führen mit der Möglichkeit, dass sich daraus ein neuer Aufwärtstrend entwickelt – wenn die übrigen Rahmenbedingungen stimmen. Deshalb sollten mutige Aktivisten unter Ihnen, geschätzte Anleger, längst wieder mit dem weiteren Aufbau ihrer Aktienpositionen befasst sein.

An die extrem vorsichtige, schrittweise der Leitzinsen durch die Fed sollten sich die Börsianer längst gewöhnt haben. Wann immer und in welchem Maß die amerikanischen Währungshüter weiter vorangehen, dürfte nur noch begrenzte Auswirkungen auf die Aktienmärkte haben. Doch sollten in diesem Zusammenhang die Auswirkungen auf den Dollar (wie fest wird er im weiteren Jahresverlauf?) und die internationalen Kapitalströme möglichst genau beobachtet werden. Laut Reuters erwarten knapp zwei Drittel der befragten Ökonomen, dass die Fed frühestens im September an der Zinsschraube dreht.

Thomas Müller: Rekordverdächtige Wall Street beachten

Losgelöst von Brexit-Diskussion und Zinsspekulationen macht Verlagschef Thomas Müller in seiner Eigenschaft als Herausgeber des „boerse.de-Aktienbrief“ den Anlegern weiter Mut: „Ich kann mich nicht daran erinnern, wann die Leitbörsen in den USA so nahe an ihren Allzeithochs notierten, während sich die Anlegerstimmung so tief im Keller befand. [ … ] Seien Sie jetzt wachsam, denn die US-Indizes brauchen nur noch geringfügige Kursgewinne, um eine Sommer-Rallye zu starten, die angesichts der greifbaren historischen Hochs/Widerstände das Potenzial hat, die Kurse deutlicher nach oben zu katapultieren. Und dann könnte selbst für den Dax 2016 noch ein erfolgreiches Börsenjahr werden, wobei es hier im vierten Quartal um neue All-Time-Highs gehen sollte. Unser boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) hat bereits zum 31. Mai seine historischen Hochs vom 2. Dezember wieder erreicht, womit hier einmal mehr die außergewöhnliche BCDI-Konstanz unterstrichen wurde.“
Dazu die Zahlen: In den 23 seit Börseneinführung abgeschlossenen Monaten errechnet sich für den BCDI nun ein Gewinn von 39,5%, während sich der Dow Jones nur um 5,7% verbessern konnte und der Dax um 4,4%, was eine BCDI-Outperformance von sagenhaften 593% bzw. 798% bedeutet. Dementsprechend hat das Anlagevolumen im BCDI-Zertifikat (WKN: DT0BAC) soeben die Grenze von 190 Millionen Euro überschritten.


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Euro-Finanzmärkte: Geduldiges Warten ist angesagt

09.06.16

Es gibt nichts Neues – das gibt’s an den Finanzmärkten eigentlich nicht, denn irgend etwas geschieht und verändert sich immer, auch wenn es „nur“ die Kurse sind. Was Handel und Anleger jetzt aber erkennen müssen, ist einerseits das Fehlen neuer Impulse, andererseits das lähmende Gewicht des nahenden britischen Referendums am 23. Juni. Wie die vorübergehenden Kurssprünge als Reaktion auf die jüngsten Äußerungen der amerikanischen Notenbank-Chefin auch gezeigt haben, ist die Unberechenbarkeit von kurzfristigen Kursentwicklungen. Diese können durch das Herdenverhalten der großen, marktbestimmenden Investoren durchaus heftig ausfallen, verpuffen aber wenig später schon wieder. Ich rate vorsichtigen Anlegern unverändert dazu, das „Brexit“-Ergebnis abzuwarten, bevor die eigene Strategie auf den Prüfstand gestellt wird.

Bemerkenswert ist seit Wochenmitte neben der anhaltend festen Verfassung der Ölmärkte das Geschehen bei den Staatsanleihen. Die Deutsche Bank spricht von „Planwirtschaft“ am Rentenmarkt, denn seit gestern kauft die EZB auch Unternehmensanleihen aus der Eurozone – die Preisfindung über den Markt ist de facto eingestellt. Die Verzinsung von Firmenbonds ist unter Druck, was auch auf Staatsanleihen ausstrahlt. Für zehnjährige deutsche Papiere fiel die Rendite gestern zeitweise auf ein Allzeittief von 0,033 Prozent. Das wundert wenig, hat die EZB doch 2016 bereits 85 Prozent mehr Staatsanleihen erworben, als neu auf den Markt kamen. Die starke Performance von Bonds könnte noch eine Weile andauern.

Fundamental, also mit Blick auf Konjunktur- und Unternehmensmeldungen, gibt es nach wie vor keinen einheitlichen Trend. Beispiel Asien: Gestern kam aus China wieder einmal Enttäuschendes (Export flau), während Japan mit Positivem aufwartete (Konsum gute Konjunkturstütze). Die Weltbank hat ihre Prognose für das globale Wachstum deutlich gesenkt. Ein Grund sind die weltweit niedrigen Investitionen. Diese können aber auch strukturelle Ursachen haben. In den USA etwa kappen derzeit Energie-, Industrie- und Technologieunternehmen – verantwortlich für zwei Drittel der Gesamtausgaben – ihre Investitionen. Die einen wegen des Ölpreisschocks, die anderen, weil IT-Basisinnovationen auslaufen. Die US-Investitionen dürften sich vorerst nur leicht auf niedrigem Niveau erholen, vermuten Analysten, die darin auch einen Grund für das aktuelle Anlegerverhalten sehen: Aus Furcht vor einem schwächeren Wachstum der Weltwirtschaft sind europäische Aktienanleger am Mittwoch in „sichere Häfen" geflüchtet (Staatsanleihen).

Der Dax, der sich zunächst unverändert gut hielt, ist heute zum Handelsbeginn tiefer in die Knie gegangen und unter die Marke 10.100 gesunken, was Händler vor allem mit dem festen Euro begründeten (Argument: schlecht für Exportwirtschaft). Aber Sie wissen ja, geschätzte Leser, dass ich von derart kurzfristigen Wechselkursbetrachtungen nichts halte – bis vor kurzem war der Euro noch deutlich schwächer, ohne gleich lauten Jubel auszulösen. Wir sollen uns bei steigenden Zinsen in den USA aber auf einen eher festen Dollar einstellen.

Wie war die Wochenbilanz per Mittwoch der Frankfurter Stimmungsanalysten? 4 Prozent der institutionellen und stolze 15 Prozent der privaten Anleger sind long gegangen. Zudem haben 8 Prozent der Profis bzw. 10 Prozent der Privaten ihre Short-Engagements geschlossen. Das hebt die Sentiment-Indizes der beiden Anlegergruppen von +8 auf +20 Punkte bzw. von +1 sogar auf +26 Punkte. Der mit der Sentiment-Erhebung beauftragte Verhaltensökonom Joachim Goldberg sieht die „Kaufmunition" der vergangenen Woche im Wesentlichen als verschossen an. Es fehle das langfristig orientierte Kapital aus dem Ausland für den entscheidenden Schub. Dennoch sei der Markt stimmungstechnisch in keiner schlechten Verfassung.

Aktuelles am Rande: Gerade einmal 7,6 Prozent der Privatanleger in Deutschland vertreten die Auffassung, dass Finanzprodukte, die speziell für sportliche Großereignisse (z.B. Fußball-EM) aufgelegt werden, als Investmentidee durchaus für ein temporäres Engagement interessant sein können. 85 Prozent der Umfrage-Teilnehmer finden solche Angebote im Rahmen ihrer eigenen Portfolioallokation gänzlich uninteressant. Für die restlichen 7,4 Prozent sind derartige Finanzprodukte zwar grundsätzlich interessant, sie lassen sich aber nicht mit den eigenen langfristigen Anlagekonzepten vereinen. Das sind die Kernaussagen der Trend-Umfrage des Deutschen Derivate Verbands (DDV) im Juni.

Neu: „Aktien-Teams für Gewinner“

Keine neuen Produkte, aber Tipps zur Taktik hat Jochen Appeltauer, Chefredakteur des „börese.de-Aktienbrief“ für Sie im Angebot. Dazu schreibt er: Grundsätzlich gibt es natürlich tausende Möglichkeiten, wie mit unseren 100 Champions-Aktien Depots zusammengestellt werden, die zur persönlichen Risikoneigung passen. Dabei empfiehlt es sich, auch bei diesen Qualitätswerten, das Kapital über verschiedene Branchen, Währungsräume und Länder zu streuen. Eine ausführliche Taktik-Anleitung gibt es dazu im neuen Aktienbrief, der soeben erschienen ist. Sie erfahren hier, wie eine mögliche Depotaufteilung in der Praxis aussehen kann und welche Champions beispielsweise zusammen ein gut diversifiziertes Portfolio ergeben. Als ganz besonderes Schmankerl haben wir pünktlich zum EM-Auftakt zudem einen neuen Sonderreport erstellt. Unter dem Titel „Aktien-Teams für Gewinner“ präsentieren Ihnen darin unsere Fachredakteure sowie die Teams von boerse.de und vom BCDI ihre ganz persönlichen Anlagefavoriten in Form von Mannschaftsaufstellungen.

Machen Sie also weiter mit – und machen Sie’s gut!  

Euro-Finanzmärkte: „Brexit“ wird jetzt zum wichtigsten Kurs-Kompass

06.06.16

„Brexit“ hat beste Chancen, zum (Un-)Wort des Monats Juni gewählt zu werden. Dieser Begriff verfolgt uns jetzt schon mit zunehmender Intensität. Mindestens bis zum britischen Referendum am 23. Juni überschattet die Brexit-Diskussion den politischen und wirtschaftlichen Alltag – und nicht zuletzt die Finanzmärkte. Der mögliche Ausstieg der Briten aus Europa hat sich zum gefährlichsten Risikofaktor für die Börsen entwickelt. Dennoch ist das Thema für wagemutige Investoren zugleich ein prickelnder spekulativer Anreiz.

Wie sensibel die Märkte angesichts der politisch-wirtschaftlichen Zusammenhänge mit ihren kaum absehbaren Folgen im Falle eines Ausscheidens aus der Union geworden sind, hat die vergangene Woche mit ihrer heftigen Reaktion auf weitere Meinungsumfragen gezeigt. Ist die Mehrheit der Briten inzwischen tatsächlich dafür, also für den Brexit? Bleibt es bei einem Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Schluss? Betont vorsichtige Anleger werden da nicht mitwetten, sondern sich wieder einmal auf die Tribüne begeben. Man kann jedoch auch versuchen, die Unsicherheit spekulativ auszunutzen.

Die sieben großen Industrienationen (G7) haben sich ausdrücklich für einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union ausgesprochen. Ein Brexit wäre eine „ernste Gefahr" für das wirtschaftliche Wachstum, warnten die Staats- und Regierungschefs zum Abschluss ihres Gipfels in Japan. Damit stärkten sie Premierminister David Cameron den Rücken. Das britische EU-Referendum stellt eine Zerreißprobe dar – nicht nur für die Briten, sondern auch für die E(W)U.

So warnen internationale Volkswirte angesichts des schwachen Wirtschaftswachstums vor den Gefahren einer hohe Arbeitslosigkeit und damit auch vor sozialer und politischer Instabilität, wenn ein EU-Austritt das derzeit zerbröselnde Europa weiter schwächen würde. Deshalb ist natürlich auch Mario Draghi besorgt. Stirnrunzeln ebenfalls auch auf der anderen Seite des Atlantiks, weil die US-Notenbank bekanntlich über eine baldige Zinsanhebung nachdenkt. Die mit dem britischen Votum verbundene Unsicherheit mache die Zinsentscheidung der Fed am 15. Juni schwieriger, sagte der Chef der US-Notenbankfiliale Chicago, Charles Evans, am Freitag in der britischen Hauptstadt. Die Notenbank sei gleichwohl bereit, eine Anhebung noch in diesem Monat zu erwägen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die führenden Aktienmärkte unabhängig von US-Zinsentscheid und neuen Konjunkturindikatoren bis zum Volksentscheid keine klare Richtung einschlagen, sondern eher hin und her pendeln werden – je nach Nachrichtenlage. Besonders nervös dürfte aber der Devisenhandel verlaufen, weil hier die Äußerungen bzw. Beschlüsse von Notenbanken ein noch stärkeres Gewicht besitzen.

Wenn es stimmt, was aus London berichtet wird, dann bekommt die Entscheidung der Briten noch eine schier unglaubliche Komponente im kurzfristigen Handel: Hedgefonds wollen angeblich mit Brexit-Umfragen Kasse machen. Ein EU-Austritt Großbritanniens könnte ja zu dramatischen Kursbewegungen an den Finanzmärkten führen. Wer frühzeitig das Abstimmungsergebnis kennt, kann viel Geld verdienen. Das wollen Spekulanten nutzen. Londons Hedgefonds-Industrie plant am Tag des EU-Referendums eigene Wählerbefragungen durchführen zu lassen, um von der EU-Entscheidung finanziell zu profitieren. Die Fonds hoffen, in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni Gewinne zu erzielen, indem sie auf Basis der sogenannten „exit polls" kurzfristig Investments tätigen. Die Hedgefonds profitieren dabei von einem Schlupfloch im Regelwerk der Wahlkommission: Die Electoral Commission erlaubt Wählerbefragungen, solange das Ergebnis nicht vor Schließung der Wahllokale um 22 Uhr abends bekannt gemacht wird.

Nike-Aktionäre können sich auf die EM und Olympia freuen

Jetzt beginnt aber erst einmal Fußball-Europameisterschaft. Angesichts dieses Großereignisses stehen auch wieder die Sportartikelhersteller im Fokus der Anleger.
Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick zuerst auf den heimischen Branchenriesen adidas. Für langfristige Anleger gibt es jedoch eine Champions-Aktie, die auf jeden Fall die Betrachtung wert ist, schreibt mein Kollege Christoph Scherbaum von der Redaktion „Aktien-Ausblick“. Er hat den Weltmarktführer Nike im Auge. Konkret: Zwar ist adidas im Fußball nach wie vor eine Macht, aber bei den sonstigen Sportarten spielt adidas längst keine so große Rolle, ganz im Gegensatz zur Champions-Aktie Nike.

Das dürfte im weiteren Jahresverlauf noch für neue Impulse sorgen, wenn am 5. August die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro eröffnet werden. Solche sportlichen Großereignisse sind am ehesten dazu geeignet, das Standing der Sportartikelhersteller zu unterstreichen. Hier dürfte Nike wieder einmal alle anderen überragen. Aktionäre des US-Konzerns wissen das schon seit Jahren – der Langfristchart untermauert dieses eindrucksvoll.


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Aktienmarkt: Widersprüche bremsen den Aufwärtstrend

02.06.16

Doch, es bleibt dabei, dass unser Aktienmarkt weiter nach oben will. Aber es fehlen noch Kraft und Selbstsicherheit, um neu aufkeimende Unsicherheit einfach wegzustecken – die Börse reagiert nach wie vor höchst sensibel auf negativ klingende Nachrichten. Deshalb wird die Aufwärtsbewegung immer wieder unterbrochen, wenn die Akteure durch Zinsspekulationen, Ölpreise oder neue „Brexit“-Umfragen irritiert werden.

Widersprüchliches kommt weiterhin bei der Beurteilung der Weltwirtschaft. Das zeigen jüngste Veröffentlichungen. Sie machen es den Anlegern alles andere als leicht, eine klare Meinung zu den fundamentalen Daten zu gewinnen. Ein kurzer Rückblick: Laut einer aktuellen EY-Analyse (Ernst & Young) haben konjunktureller Gegenwind und der starke Euro die Dax-Konzerne im ersten Quartal gebremst – dennoch schafften Deutschlands Top-Konzerne einen Rekordgewinn. In den ersten drei Monaten dieses Jahres schrumpfte zwar ihr Umsatz unterm Strich um gut 3 Prozent. Der Gewinn aber stieg um knapp 7 Prozent auf 34,6 Milliarden Euro – so viel wie noch nie in einem ersten Quartal. Spitzenreiter beim Gewinn war im ersten Quartal die Deutsche Telekom, die dank des Verkaufs eines britischen Tochterunternehmens und guter US-Geschäfte ihren Gewinn auf 4,5 Milliarden Euro verdreifachen konnte.

Das klingt nicht schlecht. Dagegen warnt die OECD jetzt wieder: Die Weltwirtschaft sei in einer Phase geringen Wachstums gefangen. Es bedürfe koordinierter und umfassender Maßnahmen der Fiskal-, Geld- und Strukturpolitik, um auf einen höheren Wachstumspfad zu gelangen und um die politischen Versprechen vor allem gegenüber der jüngeren und der älteren Generation zu erfüllen. „Das Wachstum in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bleibt schwach und hat sich in den Schwellenländern, die seit der Krise Zugpferd der Weltwirtschaft waren, abgeschwächt“, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría bei der Vorstellung des OECD-Wirtschaftsausblicks auf dem diesjährigen OECD-Forum in Paris.

Die Nachrichten über die Stimmung der Anleger bestätigen die fehlende Klarheit im Börsenumfeld. Erstmals seit längerer Zeit gibt es bei der Befragung zum Profi-Börsentrend, die von der DAB Bank monatlich unter unabhängigen Vermögensverwaltern durchgeführt wird, mehr Pessimisten als Optimisten. Während 20 Prozent der Befragten für Juni steigende Aktienkurse erwarten, sehen 27 Prozent fallende Märkte voraus. Die Mehrheit – 53 Prozent – geht dagegen von einer überwiegend stabilen Entwicklung aus. Für die kommenden Wochen wird mit stärkeren Schwankungen aufgrund der Brexit-Thematik und der Diskussionen um einen möglichen Zinsschritt in den USA gerechnet.

Von einem deutlichen Richtungswechsel der befragten institutionellen Anleger seit vergangenem Mittwoch berichteten gestern die Frankfurter Stimmungsanalysten. Ganze 12 Prozent sind aus ihren Dax-Aktien ausgestiegen und 11 Prozent direkt short gegangen. Das drückt den Sentiment-Index von euphorischen +31 Punkten auf +8 Punkte. Keinerlei Reaktion zeigten dagegen die privaten Anleger, deren Sentiment-Index unverändert bei +1 Punkt steht. In der Summe sieht Verhaltensökonom Joachim Goldberg den Markt aber wieder deutlich stabiler, denn die Anleger verfügten eigentlich über „genügend Kaufmunition." Allerdings scheine das langfristige Kapital aus dem Ausland dem deutschen Markt immer noch fern zu bleiben.
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Ich selbst neige – kurz zusammengefasst – zu folgendem Szenario: Konjunktur, Inflation und Zinsen stellen aus heutiger Sicht keine besondere Belastung für die Börse mehr da, wirken im weiteren Jahresverlauf eher anregend. Der Rohölpreis ist noch nicht gefestigt, ihn gilt es weiter zu beobachten. Trotz der jüngsten Umfrageergebnisse glaube ich nicht an den „Brexit“, so dass ein gewichtiger Unsicherheitsfaktor im Juni verschwinden dürfte. Deshalb halte ich es unverändert für sinnvoll, an schwächeren Tagen die Bestände insbesondere an deutschen und US-Aktien weiter aufzustocken.

Noch eine gute Nachricht: Es wird Zeit, sich 9. Rosenheimer Börsentag am 16. Oktober anzumelden. Während aktuelle Empfehlungen nur eine Meinung darstellen, kann ich Ihnen versichern, dass dieser Event auf jeden Fall hoch interessant, nützlich und unterhaltsam sein wird! In diesem Jahr stößt der ursprüngliche Tag der offenen Tür des TM Börsenverlags in eine neue Dimension vor! Dazu Verlagschef Thomas Müller: „Wir haben diese Veranstaltung 2008 ins Leben gerufen und freuen uns seitdem Jahr für Jahr über steigende Besucherzahlen. Da unser Verlagshaus mit 700 Besuchern beim letztjährigen Börsentag schier aus den Nähten geplatzt war, ziehen wir nunmehr ins moderne Rosenheimer Kultur- und Konkresszentrum (KU‘KO) um. Der 9. Rosenheimer Börsentag wird also eine ganz besondere Veranstaltung, zumal wir mit Professor Dr. Max Otte den bekanntesten deutschen Börsianer als Keynote-Speaker gewinnen konnten. Im Mittelpunkt sind natürlich die Börsenverlag-Redakteure, die Ihnen den ganzen Tag für Diskussionen und die Beantwortung all Ihrer Fragen zur Verfügung stehen. Besuchen Sie die Infostände unserer Börsendienste und Kooperationspartner (z.B. Börse Stuttgart) sowie die halbstündlichen Vorträge zum BCDI und den neuen boerse.de-Services. Wir erklären Ihnen, wie Sie erfolgreich an der Börse investieren, denn in der Nullzins-Phase führt an Aktien einfach kein Weg vorbei. Traditionell werde ich dann zum Ende des Tages meine Börsenvision präsentieren und dabei unter anderem zeigen, warum der Dax auf 100.000 Punkte steigen wird.“
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Börsenstimmung: Aktienmarkt probt neuen Aufwärtstrend

30.05.16

Die Börse will weiter nach oben. Das ist jedenfalls meine Bilanz der letzten vollen Maiwoche – sie verlief sehr ermutigend in mehrfacher Hinsicht. Aus Schaukelbörsen ist eine mehrtägige Aufwärtsbewegung geworden. Es könnte (könnte!) der Beginn eines neuen Trends gewesen sein. Auf mich macht es den Eindruck wie das Warmlaufen für den Juni, der nicht nur ein ausgesprochen spannender, sondern vielleicht entscheidender Monat für die weitere Performance 2016 werden dürfte.

Weltwirtschaftswachstum setzt sich fort, wenn auch mäßig? Allmähliche Normalisierung von Inflation und Zinsen? Ölpreise stabilisiert? Kein „Brexit“? Diese Kernfragen werden seit kurzem von immer mehr Analysten und Volkswirten positiv beantwortet (die können sich aber irren). Und das macht die Stimmungsbesserung aus, denn die institutionellen Investoren wollen natürlich keinen Börsenaufschwung verpassen. Offenkundig hat man es jetzt nicht mehr so eilig mit dem Rein-Raus, trennt sich also nicht mehr gleich von kurz zuvor eingegangenen Positionen. Das zeigte sich am Wochenende, als der Dax erst spätabends seine (außerbörslichen) Höchststände mit über 10.300 Punkten erreichte.

Das Nachrichtenpaket von überraschend gute ifo-Zahlen bis zu den positiven US-Verbraucherdaten hat viele Investoren überzeugte, weil es durch den relativ schwachen Euro und tendenziell weiter feste Rohölpreise um 50 Dollar herum unterstützt wurde. Nicht zu vergessen die nach neuen Umfragen nachlassenden „Brexit“-Ängste. Und so formulierten Frankfurter Analysten: „Die Konjunkturdaten sprechen für Aktien.“ Jawohl.

Ich teile die Meinung von bisher eher skeptischen, zumindest vorsichtigen Strategen, dass sowohl die wichtigsten fundamentalen Indikatoren als auch marktpsychologische Faktoren derzeit ein verstärktes Engagement in Aktien rechtfertigen. Gemessen am Verlaufsmuster früherer Zyklen, in denen deutsche
Standardwerte mehr als 20 Prozent verloren, ohne dass darauf eine Rezession folgte, befindet sich der Dax weiter im „Fahrplan“. Bis vor kurzem hatten ein paar namhafte Häuser ihre Prognosen – auch für unseren Leitindex – nach unten korrigiert. Jetzt sehen die Analysten der Helaba gute Chancen, dass noch im laufenden Jahr die Marke von 12.000 Punkten angesteuert wird.

Noch einmal: Die Zweifel an der Weltkonjunktur werden leiser, die Erwartungen für die Nettoergebnisse Unternehmen in den kommenden 12 Monate ziehen sogar wieder leicht an. Indessen zeigen Stimmungsumfragen, dass viele Anleger bis
zuletzt Aktien gegenüber noch sehr skeptisch eingestellt waren. Durch die jüngste Entwicklung ist somit ein Teil der Investoren auf dem falschen Fuß erwischt worden. Angesichts deren zu defensiven Positionierung dürfte der Prozess zur Umschichtung in Aktien also noch eine Weile andauern.

Champions-Trader“: Gute Chancen für neue Rally

Mein Kollege Alexander Coels, Chefredakteur des „Champions-Trader“, liegt auf der gleichen Linie und sieht die Aktienmärkte wieder auf dem Weg nach oben. Dazu schreibt er Ihnen, geschätzte Anleger: Damit müssen Sie jetzt ganz einfach aktiv werden. Denn während der Dax die 10.000er-Grenze zurückerobert hat, notiert der Dow Jones sogar schon in Schlagdistanz zu seinen All-Time-Highs, die knapp oberhalb von 18.000 Punkten liegen. Damit stehen die Chancen gut für die von uns im Champions-Trader avisierte neue Rally. Deshalb mein dringender Rat: Handeln Sie jetzt! Wer sich für eine mögliche Sommer-Rallye noch nicht positioniert hat, sollte jetzt unbedingt aktiv werden. So wie unsere Leser im Champions-Trader. Wir haben derzeit sechs Hausse-Derivate im Depot. Mit diesen Scheinen verbuchen unsere Leser zwar bereits Anfangsgewinne, doch vor allem die Perspektive überzeugt. Denn: Durch den Einsatz von Optionsscheinen und Zertifikaten können bei Aufwärtstrends die ohnehin hohen Champions-Kursrenditen noch vervielfacht werden. So konnten unsere Leser in den vergangenen Monaten beispielsweise schon Gewinne von +109%, 136% und sogar ein Plus von 196% verbuchen.

Zuletzt haben wir unter anderem den Einstieg in einen britischen Top-Wert empfohlen. Dabei errechnet sich für diesen Trade ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis von 11:1. Wenn Sie bei dieser Top-Empfehlung von Anfang an dabei sein wollen, können Sie den Champions-Trader hier kostenlos testen. Mein Angebot: Nutzen Sie gerade jetzt die vielleicht einmalige Chance und machen Sie sich selbst ein Bild. Ich biete Ihnen die Gelegenheit, den Champions-Trader 14 Tage völlig kostenlos zu testen.


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Aktienkurse: Der wundersame Ausbruch des Dax

26.05.16

Ifo? Euro? Ölpreise? Griechenland? Die Marktkommentatoren sammelten gestern eifrig diese und andere Faktoren, um die Fortsetzung des überraschenden Höhenflugs der Aktienkurse zu begründen (was aber nicht überzeugend ist). Vorsicht, geschätzte Anleger, wenn Sie lesen, der Dax habe jetzt wohl den „entscheidenden“ Ausbruch erlebt! So klar ist das Börsenumfeld gewiss nicht. Auch technisch ist noch nichts entschieden (200-Tage-Linie müsste deutlich und dauerhaft vom Dax nach oben durchstoßen werden). Ich möchte den jüngsten Aufschwung lieber als neuen Anlauf, als Ausdruck wieder aufkeimender Hoffnung werten. Deshalb empfehle ich auch nicht, hastig die vorhandene Liquidität voll zu investieren.

Noch zurückhaltender interpretieren Frankfurter Verhaltensanalysten die starke Kurserholung in ihrem jeden Mittwoch veröffentlichten Stimmungsbericht. Der Dax habe dabei seine breite Konsolidierungszone an der Oberseite durchbrechen können. Ursächlich für diesen Impuls waren laut der Erhebung an der Frankfurter Börse insbesondere Neupositionierungen institutioneller Anleger, denn 9 Prozent dieser Gruppe haben seit vergangenem Mittwoch Aktien gekauft, 6 Prozent sind aus den Short-Positionen herausgegangen. Der Sentiment-Index der Profis schnellt auf +31 Punkte. Kurzum: „Es muss einen fundamentalen Stimmungswechsel gegeben haben, wenn innerhalb einer mehrwöchigen Seitwärtsbewegung plötzlich Nachfrage entsteht.“ Da der Anstieg des Dax jedoch vornehmlich heimischen Akteuren zuzuschreiben sei, sieht der Verhaltensökonom Joachim Goldberg den jüngsten Impuls mit einiger Skepsis.

Genauso wie die Privatanleger, die in Folge von Gewinnmitnahmen deutlich an Optimismus eingebüßt haben. Andererseits steht die Frage im Raum, ob jetzt die traditionell für unseren Aktienmarkt so wichtigen ausländischen Investoren mit massiven Käufen zurückkommen. Nichts Genaues weiß man nicht, bisher. Die kommenden Tage werden vielleicht näheren Aufschluss dazu bringen, zumal eine große Zahl von neuen Wirtschaftsindikatoren aus aller Welt zur Veröffentlichung ansteht.

In den zurückliegenden Tagen wurden unabhängig von der Kursaktualität auffallend viele Studien zum Anlegerverhalten vorgelegt. Die einen belegten das weiter wachsende Interesse an ETFs, andere zeigten auf, dass viele deutsche Privatanleger die Schwächen der passiven Instrumente nicht kennen. Eine Reihe von interessanten Ergebnissen liefert die jährliche Umfrage von Natixis Global Asset Management, bei der insgesamt 7.000 Privatinvestoren aus 21 Ländern, davon 400 aus Deutschland, befragt wurden. Bestätigt wurde u. a., dass für die Mehrheit der deutschen Anleger Sicherheit oberste Priorität hat. Man möchte auch keine höheren Risiken mehr eingehen.


74 Prozent der Anleger aus Deutschland bezeichnen ihr Verhalten als defensiv (gegenüber 26%, die sich als aggressiv einschätzen). In deutlichem Widerspruch dazu stehen jedoch die Ertragserwartungen. So hält die Mehrheit der deutschen Privatanleger (66 Prozent) einen durchschnittlichen Jahresertrag von 10 Prozent (!) für langfristig realistisch. Das passt nun gar nicht zum Festhalten der Bundesbürger am Zinssparen! Was die Finanzplanung der Investoren betrifft, so offenbart die Studie außerdem eine große Kluft zwischen den Anlagezielen und den konkreten Investitionsaktivitäten der Anleger. Obwohl etwas mehr als die Hälfte der deutschen Investoren Anlageziele anstrebt, verfügt nur eine Minderheit der Befragten auch über einen konkreten Finanzplan, um diese Ziele zu erreichen. Die meisten Investoren sind davon überzeugt, dass sie ihre Anlageziele, einschließlich ihrer Altersvorsorge, nur mit Hilfe eines professionellen Finanzberaters erreichen können. Obwohl es immer mehr Selbstentscheider gibt, scheint die Rolle des Finanzberaters für viele Anleger von entscheidender Bedeutung zu sein, damit sie wirklich fundierte Anlageentscheidungen treffen können.

Gold-Hausse die „Chance des Jahrzehnts“

Mein Kollege Thomas Driendl, Chefredakteur des „Turnaround-Trader“, ist derzeit nicht der einzige Fachmann, der ohne Wenn und Aber für Gold als Investment plädiert. Seine Überzeugung: „Der Goldpreis dürfte in den nächsten Jahren in noch nie dagewesene Dimensionen vorstoßen. Und dabei werden speziell die Aktienkurse der großen Goldproduzenten in die Höhe schnellen! Abonnenten meines Turnaround-Traders haben von den riesigen Gewinnchancen bereits einen Vorgeschmack bekommen (Anmerkung: Ich empfehle Ihnen ein kostenloses Probe-Abo!). Denn seit Januar wurden laufend Positionen in diesem Segment aufgebaut. Und bereits nach wenigen Monaten können sich meine Leser, die den Empfehlungen im Turnaround-Trader gefolgt sind, über Kursgewinne von bis zu 150% freuen! Doch das ist nur der Anfang gewesen. Denn bis zu den 2011er-Kursniveaus errechnen sich weitere Vervielfachungspotenziale.

Das Beste: Die Gold-Hausse eröffnet die Chance des Jahrzehnts! Damit auch Sie an dieser historischen Turnaround-Situation partizipieren können, habe ich den 28-seitigen Spezialreport „Die Chance des Jahrzehnts!“ verfasst. Darin lesen Sie, warum und wie weit Gold steigen wird, wie Sie in Gold investieren und welche Goldminen-Aktien die größten Gewinnchancen eröffnen.“


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Weltwirtschaft: Politik stärkt der Börse nicht den Rücken

23.05.16

Schauen Sie sich doch einmal um, geschätzte Anleger, um möglichst Positives aus der Politik zu entdecken. Sie werden wenig bis nichts finden – allenfalls China, bisher ein Sorgenkind (und zwar ein riesiges!), weil dessen Regierung ein neues massives Infrastrukturprogramm in gigantischem Volumen angekündigt hat. Weitere Konjunkturschocks aus Asien dürften wohl ausbleiben. Gestern setzten die Chinesen noch eins drauf: Die landwirtschaftliche Entwicklungsbank habe ein Kreditprogramm im Volumen von mehr als 400 Milliarden Euro (!) für die Zeit bis 2020 aufgelegt, berichteten Staatsmedien am Sonntag. Gut ein Drittel des Geldes sei für Infrastrukturprojekte in ländlichen Regionen vorgesehen. Ein weiteres Drittel solle an landwirtschaftliche Betriebe gehen. Dazu kommen Kredite für die Umsiedlung von Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, für Tourismus, Umweltschutzprojekte und Bildungsvorhaben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Darauf werden die Börsen wohl kaum reagieren. Sie schwanken eher im Schatten politischer Unsicherheit im Nahen Osten und bei uns im Westen. Europa droht zu zerfallen, gilt nicht länger als Hort politischer Stabilität. Seine Konjunktur hat sich im bisherigen Jahresverlauf zwar besser entwickelt als erwartet. Doch wird die wirtschaftliche Gelassenheit von den politischen Sorgen überschattet. Dazu kommen frische Krisennachrichten aus Schlüsselbranchen (Autoindustrie, Banken) sowie auflebende Befürchtungen wegen Griechenland und der Türkei. Die aktuelle Risikoaversion institutioneller Investoren ist in erster Linie aber der „Brexit“-Diskussion zuzuschreiben. Bis zum britischen Referendum am 23. Juni dürfte allein dieses Thema die Aktienmärkte bremsen
Das Ringen mit der längst nicht mehr „magischen“ Marke von 10.000 Dax-Punkten geht jetzt in die nächste Runde, mehr lässt sich momentan kaum sagen. Kurzfristig werden immer wieder neue Wirtschaftsdaten für Bewegung in den Kursen sorgen. Doch bestätigen mich auch prominente Frankfurter Analysten: „Es sind wohl eher die politischen Unsicherheiten, die derzeit belasten. Diese kommen weniger aus den USA, obwohl der Wahlkampf auch dort die Kapitalmärkte beschäftigen dürfte. Mehr Unwohlsein besteht im Euroraum: Die Abstimmung der Briten über den Verbleib in der EU rückt näher und gleichzeitig nimmt in vielen Ländern die Zustimmung über den Kurs der Währungsunion ab.“

Sollte die Politik der Wirtschaft (und damit auch der Aktienbörse) aktiv den Rücken stärken? Abgesehen von der unterschiedlichen Beurteilung in der Fachwelt sind weder massive Konjunkturprogramme noch die ständig geforderten strukturellen Maßnahmen in den führenden Industrienationen zu erwarten. Sind Wachstumssorgen überhaupt berechtigt? Das war und bleibt wohl ein ständiger Diskussionspunkt unter Volkswirten – mit kontroversen Ergebnissen. Die Wachstumsverlangsamung in den G7-Staaten in den vergangenen Quartalen birgt zweifellos ein Risiko für die Wachstumsperspektiven, räumen selbst Optimisten ein, wenn sich das Wachstum weiter abschwächen sollte. Die Konjunkturdaten signalisieren jedoch eine Wachstumserholung im zweiten Quartal – angeführt von den USA mit einer voraussichtlichen Wachstumsbeschleunigung auf 2,5 % (dazu gibt es auch andere Meinungen).

Bei der Diskussion um ein angemessenes Wirtschaftswachstum darf nicht vergessen werden, dass der Wachstumstrend der G7-Staaten schon seit vielen Jahren fällt.
So lag der Trend in den 1980-er Jahren noch bei etwa 3 %, in der Phase von 2000 bis zur Finanzmarktkrise bei etwa 2,0 % und ist seitdem auf etwa 1,5 % gefallen. Noch einmal eine zuversichtliche Stimme: Ein Wirtschaftswachstum der G7-Staaten von etwa 1,8 % seit 2014 kann demnach ohne weiteres als überdurchschnittlich gegenüber dem gegenwärtigen strukturellen Wachstumsumfeld bezeichnet werden.

Was kommt auf die Anleger in den nächsten Tagen zu? Die Einkaufsmanagerindizes (am heutigen Montag) in Europa und der ifo-Index (Mittwoch) dürften moderat gefallen sein, so jedenfalls die Erwartung von Börsianern angesichts des „Brexit“-Schattens. Der ZEW-Index (Dienstag) dürfte dagegen eher stabil geblieben sein, da die Mehrheit der Finanzakteure von einem Verbleib Großbritanniens in der EU ausgeht und nicht mit einem „Brexit“ rechnet.

Die Strategie des „Champions-Trader“

Einen mehr grundsätzlichen Aspekt schneidet mein Kollege Alexander Coels, Chefredakteur des „Champions-Trader“, an. Der Grund dafür, dass viele Anleger an der Börse dauerhaft erfolglos bleiben, liege nicht etwa an der Unberechenbarkeit der Märkte, eigenem Unvermögen oder dem fehlenden „glücklichen Händchen“. Nein, in den allermeisten Fällen stelle sich der Börsenerfolg allein deshalb nicht ein, weil viele Marktteilnehmer überhaupt keine klare Handelsstrategie verfolgen. Dieser Fehler kostet an der Börse bares Geld.

Wörtlich heißt es dann: „Im Champions-Trader haben wir eine klare Strategie, die folgendermaßen aussieht: Zunächst einmal fokussieren wir uns auf Champions, bei denen es sich um die nachweisbar erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt handelt. Wird bei einem Champion ein besonderes charttechnisches Kaufsignal generiert, empfehlen wir ein geeignetes Hebelzertifikat, mit dem die möglichen Aktiengewinne vervielfacht werden können. Gleich nach dem Positionsaufbau platzieren wir im Champions-Trader einen Stop-Kurs, um unser Risiko zu begrenzen. Legen die Kurse im Anschluss zu, passen wir den Stop-Loss sukzessive nach oben an, womit wir unsere aufgelaufenen Buchgewinne absichern. Der Ausstieg erfolgt später quasi per Autopilot, sobald die Notierungen wieder nach unten drehen. Auch in der aktuellen Champions-Trader-Hauptausgabe haben wir unseren Lesern wieder einen aussichtsreichen Champion vorgestellt, bei dem wir heute eine Long-Position eröffnet haben. Denn bei diesem Trade errechnet sich auf Sicht der kommenden fünf Jahre ein hervorragendes Gewinnpotenzial von +288%. Die kompletten Orderdaten zu unserer aktuellen Neuempfehlung erfahren Sie, wenn Sie den Champions-Trader hier kostenlos testen.“

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Finanzmärkte: Anleger schwanken zwischen Mut und Misstrauen

19.05.16

Wechselhaft, unsicher, nervös, ängstlich, risikoavers – es hat sich nichts geändert an den Aktienmärkten und in ihrem Umfeld. Die Kurse bleiben extrem uneinheitlich und volatil, ohne dass sich eine Baisse abzeichnen würde. Aber es gelingt ihnen auch nicht nicht, nach oben auszubrechen. Das Bild der Börsen ist unverändert diffus. Das gilt ebenso für die Währungsperspektiven. Mehrheitlich positiv ist die Meinung der internationalen Strategen nur für Rohstoffe und Edelmetalle.

Diverse Stimmungserhebungen sowie Hinweise auf prominente Vorbilder helfen Ihnen, geschätzte Anleger, auch nicht viel weiter. Die Beurteilung der Marktaussichten ist erkennbar kurzfristig und geht weit auseinander. Die jeweiligen Argumente mit unterschiedlichen Vorzeichen sind bekannt. Gestern konnte man auch eine langfristige Frage lesen: Hat die mehr als siebenjährige Hausse ihren Höhepunkt überschritten? Von mir werden Sie dazu kein Ja hören. Man bezog sich in dem Artikel übrigens auf die Wall-Street-Legenden George Soros und Carl Icahn, die schon gegen den US-Aktienmarkt wetten würden.

Wenig Neues auch vom wöchentlichen Stimmungsbericht von der Frankfurter Börse. Die Privatanleger zeigten sich etwas aktiver als ihre institutionellen Pendants und scheinen mit der derzeitigen Konsolidierungsphase beim Dax (rund 9.500 bis 10.100 Zähler) recht gut zurecht zu kommen, so die Interpretation der Verhaltensanalysten. So hat die in der Vorwoche ausgemachte kleinere Gruppe von erfolgreichen Akteuren wahrscheinlich nahe der Obergrenze dieses Feldes ihre Meinung um 180 Grad gedreht, weswegen der Börse Frankfurt Sentiment-Index für die privaten Investoren um 11 Zähler auf einen Stand von +14 und damit praktisch auf das Niveau von vor zwei Wochen zurückgefallen ist. Per Saldo liegen private und institutionelle Investoren nunmehr wieder fast gleichauf und zeigen einen moderaten Optimismus. In der relativen Betrachtung seit Beginn dieses Jahres fällt zwar auf, dass sich die institutionellen Akteure mit einem Sentiment-Index von +16 de facto auf der neutralen Linie befinden und somit gegen den vielfach befürchteten Schock-Sommer nicht ausreichend abgesichert scheinen. Zumindest im Vergleich zu den internationalen Anlegern, deren Übergewichtung in Aktien der Eurozone im Mai auf den niedrigsten Stand seit 17 Monaten gefallen ist, legen heimische Investoren eine auffallend große Sorglosigkeit an den Tag.

Amerikanische Fondsmanager blicken dagegen voller Sorge auf den Sommer. Laut der monatlichen Umfrage der Bank of America Merill Lynch haben professionelle Vermögensverwalter die Bargeld-Bestände ihrer Depots im Mai noch einmal erhöht. Die Bargeld-Quote liegt demnach im Schnitt bei 5,5 Prozent – das entspricht etwa dem Niveau zu Zeiten der Lehmann-Pleite. Auch auf dem Höhepunkt der Griechenland-Krise waren die Bargeld-Anteile ähnlich hoch.

Und wohin geht die Reise für das deutsche Leitbarometer? Eine Umfrage unter Strategen führender Banken ergab eine durchschnittliche Prognose bis Jahresende von 10.569 Punkten – die Bandbreite der Schätzungen beträgt 9.200 bis 11.200. Das ist wenig spektakulär, gewiss. Aber eine demütige Erwartungshaltung kann in diesen schwierigen Zeiten nicht schaden. Na ja, ich selbst habe die Hoffnung längst noch nicht aufgegeben, dass unser Dax noch in diesem Jahr neue Höchststände anpeilen wird. Das lässt sich ohne weiteres begründen. Nur: Man muss nicht einmal ein Mega-Börsen-Bär sein, um auch genau das Gegenteil an die Wand zu malen.

Die Vorteile des BCDI-Zertifikats

Deshalb teile ich grundsätzlich die Ergebnisse einer umfangreichen Analyse der DZ Bank, jetzt stärker auf Value-Aktien zu setzen. Diese Aussage passt wiederum genau zur Empfehlung meiner Verlagskollegen, die defensiven Champions-Aktien des BCDI als Basisinvestment zu nutzen. Dazu wurde ein Anlegerservice eingerichtet, der Ihnen, liebe Anleger, börsentäglich von 8:30 bis 18:00 Uhr unter der Rufnummer 0 80 31 / 20 33 - 240 oder der E-Mail-Adresse bcdi@boerse.de zur Verfügung steht. Hier die Vorteile des dazu von der Deutschen Bank emittierten BCDI-Zertifikats auf einen Blick:

  • Zehn Top-Defensiv-Champions in einem Zertifikat
  • Hohe Kursgewinne und überdurchschnittliche Dividendenrenditen
  • Dividendenausschüttungen werden im BCDI automatisch reinvestiert
  • Zweimal jährlich Rebalancing, d.h. automatische Umschichtungen, damit jeder Defensiv-Champion wieder 10% BCDI-Gewicht erhält
  • Im Vergleich mit Dax und Dow Jones zeigen die historischen Rückrechnungen für den BCDI ein geringeres Verlustrisiko bei bis zu sechs Mal höheren Renditen
  • Ziel des BCDI-Zertifikats ist der stressfreie, langfristige Vermögensaufbau
  • Deshalb: Profitieren auch Sie vom BCDI-Zertifikat (WKN: DT0BAC)


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Aktienstrategie: Hoffnung für den späteren Jahresverlauf

09.05.16

Enttäuschung, Unsicherheit, Unklarheit – die widersprüchlichen, zumindest diffusen Entwicklungen im Umfeld der Finanzmärkte belasten die Stimmung von Händlern und Investoren, bremsen die Kursentwicklung der Aktien immer wieder. Das ist im Grunde nicht ungewöhnlich, in diesen Wochen und Monaten aber extrem komplex und vielschichtig. Darunter leidet natürlich die Anlagebereitschaft. Ich empfehle Ihnen seit geraumer Zeit, je nach Veranlagung Mut und Vorsicht abzuwägen. Als ewiger Optimist rate ich heute den Mutigen, mit Zuversicht über das schwierige zweite Quartal hinweg zu blicken und dabei vor allem auf Europa zu setzen.

Nach Tagen der Zurückhaltung beschreiben internationale Analysten die wirtschaftlichen und Börsenperspektiven inzwischen wieder mit mehr Zuversicht, insbesondere beim Blick über das wacklige zweite Quartal hinaus. Schon angesichts der politischen Einflüsse empfehle ich deshalb all denjenigen unter Ihnen, geschätzte Anleger, die mutig etwas unternehmen und nicht nur zuschauen wollen, einen Teil des verfügbaren Kapitals in defensive Aktien (Value-Aktien) zu investieren, die als unterbewertet gelten – und noch nicht auf typische Wachstumswerte zu setzen.

Überhaupt: Die jüngsten Kursrückschläge sollten nicht mit dem kurzen Maßstab gemessen werden. Wer wie ich auf zunehmend positive Einflüsse auf den Aktienmarkt setzt und dabei auch nicht an einen „Brexit“ glaubt (Referendum am 23. Juni), wird die aktuellen Kurskorrekturen eher als verlockende Einstiegsmöglichkeit empfinden.

Nach Einschätzung britischer Investment Teams hat sich das noch Anfang des Jahres erhöhte Risiko einer weltweiten Rezession mittlerweile wieder verringert. Sowohl die USA als auch China hätten sich deutlich vom Rand einer harten Landung entfernt, weltweit liege die Wirtschaftsaktivität nahezu schon wieder auf dem Niveau des langfristigen Trendwachstums. Besonders bemerkenswert sei die Erholung der Wirtschaft in den Schwellenländern ausgefallen, während die Ökonomien in Japan und Großbritannien an Schwung verloren hätten. Dies lasse Zweifel an einem nachhaltig kräftigen Wachstum der Wirtschaft in den entwickelten Ländern aufkommen.

Andererseits schütteln deutsche Aktienhändler ihre Furcht vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft noch nicht ab und warnen vor hochgesteckten Kurserwartungen. So gibt es auch Hinweise, dass ein Teil der institutionellen Großanleger auf ein noch niedrigeres Niveau wartet, bevor man wieder einsteigen will. Möglicherweise werden die nächsten Veröffentlichungen amerikanischer Konjunkturindikatoren in dieser Woche aber wieder für mehr Zuversicht sorgen.

Und dann müssen natürlich auch die Währungen mit ihren geldpolitischen Hintergründen weiter im Auge behalten werden. Auch bei diesem Punkt rege ich eine mittel- bis langfristige Aussicht an. Die Hoffnung: Ein beschleunigtes US-Wachstum wird den Spekulationen auf Zinserhöhungen der Fed neue Nahrung geben. Spätestens im Herbst könnte der Dollar gegenüber dem Euro wieder deutlich aufwerten. Das erhöht die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Firmen auf dem Weltmarkt – Fantasie für einen steigenden Dax.

Anheuser-Busch eine süffige Champions-Aktie

Passend zum Wetter hat mein Kollege Christoph Scherbaum von der Redaktion „Aktien-Ausblick“ jetzt eine attraktive internationale Getränke-Aktie vorgestellt. Sie sollte in diesem Sommer zusätzlich von zwei sportlichen Großereignissen profitieren (Fußball-Europameisterschaft, Olympische Spiele) – Weltmarktführer unter den Brauereien Anheuser-Busch Inbev.
Dank der unzähligen Marken im Portfolio ist der Konzern aus dem belgischen Leuven in vielen Regionen präsent, ohne dass es den Bierkonsumenten bewusst wäre, Bier des größten Braukonzerns zu trinken. Allein in Deutschland verkauft das Unternehmen pro Jahr rund 9 Millionen Hektoliter Bier, vorrangig der Marken Beck’s, Franziskaner und Hasseröder. Aber auch die internationalen Premiummarken des Konzerns, wie etwa das mexikanische Bier der Marke Corona spielen inzwischen eine Rolle bei Deutschlands Biertrinkern. Im ersten Quartal steigerte Anheuser-Busch den Umsatz um 3,1 Prozent auf 9,4 Mrd. US-Dollar. Das Bruttoergebnis stieg sogar um 3,9 Prozent auf 5,6 Mrd. US-Dollar. Diese Entwicklung ist der mit 59,8 Prozent starken Bruttomarge geschuldet. Unter dem Strich blieb für die Anleger ein Gewinn von 844 Mill. US-Dollar. Aktionäre dürfen sich also über anhaltend starke Zahlen freuen.

Der Kursverlauf der Champions-Aktie kann sich ebenfalls sehen lassen. Und die kommenden Jahre bieten für Anleger noch einiges an Spannung und Potenzial. Denn dann wird die Zukunft von Anheuser-Busch nicht nur durch ein starkes organisches Wachstum, sondern auch durch die 100-Milliarden-US-Dollar-Übernahme des Konkurrenten SABMiller geprägt sein.


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Notenbankpolitik: Aktienhandel hat immer noch keine Klarheit

28.04.16

Spannende Woche? Tage der Entscheidung? Die Erwartungen vieler Börsianer und Börsenbeobachter haben sich – wieder einmal – nicht erfüllt. Schon vor dem Wochenende ist festzustellen, dass die wichtigsten Fragzeichen bleiben. Die beiden jetzt im Fokus stehenden Notenbanken haben keine besonderen Beschlüsse gefasst, die Konjunkturindikatoren bleiben uneinheitlich und bei den Lageberichten gibt’s nach wie vor Überraschungen in beide Richtungen. So tendieren auch die Märkte unterschiedlich, bei Dow und Dax schwanken die Kurse unsicher in relativ engen Grenzen. Sollte dieser Zustand anhalten, was gut möglich ist, so ist kurzfristig auch nicht mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends zu rechnen.

Die meisten Blicke der Marktteilnehmer waren gestern nach Amerika gerichtet – was macht die Federal Reserve? Ich darf vorab daran erinnern, dass die Mehrheit der Finanzmarkt-Profis eigentlich noch nichts erwartet hatte. Und so ist es auch gekommen. Die US-Notenbank sieht jetzt weniger globale Risiken. Sie behielt den Leitzins bei – und zugleich die Tür für eine Erhöhung im Juni offen. Das US-Wachstum werde zwar schwächer, doch der Jobmarkt bleibe stark. Kommentiert der von mir geschätzte Deutsche-Bank-Stratege Dr. Ulrich Stephan: „Das macht Hoffnung, dass der Konsum im zweiten Quartal anzieht, und später auch die Inflation. Fed-Chefin Janet Yellen wird die Entwicklungen genau verfolgen und nach Lage entscheiden.“ Die Märkte schienen das erst einmal freundlich aufzunehmen.

Aber dann. Heute früh Enttäuschung am Markt, weil die japanischen Währungshüter im Kampf gegen die Konjunkturflaute auf eine weitere Öffnung der Geldschleusen verzichtet haben. Somit hat die Bank of Japan (BoJ) die positiven Impulse der Fed vom Vorabend erst einmal zunichte gemacht. Daraufhin legt der Yen stark zu und der Nikkei gerät stark unter Druck. Und in Europa werden die Märkte zusätzlich von der kontroversen Diskussion über die EZB-Politik überschattet. Außerdem lassen eingetrübte Stimmungsindikatoren weniger Wachstum befürchten, die zyklische Erholung gerät in Gefahr.

Die Ergebnisse der jüngsten Sentiment-Analyse an der Frankfurter Börse schaffen ebenfalls kein klares Bild, deshalb nur kurz zusammengefasst: Die Zurückhaltung der mittelfristig orientierten institutionellen Investoren gegenüber einer Fortsetzung des Dax-Aufwärtstrends hat sich noch einmal spürbar verstärkt. Die institutionellen Optimisten zogen sich die zweite Woche in Folge weiter zurück, und das Bärenlager gewann trotz der negativen Erfahrungen viele Fans zurück. Auch Privatanleger tendieren zur Vorsicht. Im Fazit des gestern vorgelegten Wochenberichts heißt es: Obgleich sich die heutigen Sentiment-Indizes nominell noch in positivem Terrain befinden, ist jedoch ein relativer Pessimismus unverkennbar. Angesichts der bisher schleppend verlaufenden Kursrückgänge dürften die Zeichen für einen neuerlichen positiven Kursverlauf des DAX günstig stehen. ??? Können Sie, geschätzte Anleger, damit etwas anfangen?

Unabhängig von den kurzfristigen, zyklischen Einflüsse sehe ich langfristig eine Chance für die deutsche Aktienkultur als Ergebnis der volkswirtschaftlich schädlichen Finanzrepression. Dann nämlich, wenn die Bundesbürger stärker auf die Zinsmisere reagieren und zunehmend investieren statt auf Konten zu sparen. Ich habe diesen Zusammenhang schon vor Monaten beschrieben. Jetzt schließen auch die Sparkassen Strafzinsen für normale Sparer auf lange Sicht nicht mehr aus. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, sagte auf dem Deutschen Sparkassentag in Düsseldorf, die Geldinstitute würden „alles tun, um die privaten Sparer vor Negativzinsen zu schützen - in Teilen auch zu Lasten der eigenen Ertragslage“. Wenn die aktuelle Niedrigzinsphase aber lange andauere, würden die Sparkassen die Kunden nicht davor bewahren können.

Rendite-Spaß mit Defensiv-Champions

Soeben ist die neue Ausgabe des vierzehntägigen „boerse.de-Aktienbrief“ erschienen. Chefredakteur Jochen Appeltauer bekräftigt darin seine grundsätzlich bullische Haltung. Begründung: Mit dem Rückenwind von Dax und Dow Jones verbesserte sich der Champions-Oszillator in den vergangenen beiden Wochen
weiter und notiert jetzt bei 71% (nach zuletzt 65%). Entsprechend sollten also 71% des Kapitals in Champions-Aktien investiert sein. Neue bzw. noch unterinvestierte Leser orientieren sich laut Appeltauer am besten an den Empfehlungen des aktuellen Basis-Depots. Denn bei moderatem Risiko bestehe hier die Chance, das Kapital alle 51 Monate bzw. erstmals bis Juli 2020 zu verdoppeln.

Herausgeber Thomas Müller beschreibt die vorteilhafte Kombination von internationalen defensiven Aktien und der Dividendenrendite: „Von unseren zehn Top-Defensiv-Champions haben neun in jedem der vergangenen zehn Jahre ihre
Ausschüttung gesteigert (einzige Ausnahme: Altria), und zwar im Durchschnitt um sagenhafte 334%! Seit 2006 kletterte die Ausschüttung bei Lindt & Sprüngli sogar um 370%, bei Church & Dwight um 446% und bei Novo Nordisk um spektakuläre 975%. Die Dänen kommen zwar heute auf eine kaum nennenswerte Dividendenrendite von 1,7%, doch die entsprechen zu den Kursen von 2006 einem jährlichen Ertrag von 13,6%. Denn der Aktienkurs ist in diesem Zeitraum von 6,33 auf 50 Euro explodiert, was einen Kursgewinn von 690% bedeutet. Wer zum 31.12.2006 alle zehn BCDI-Champions eingekauft hat, kann sich heute über eine Dividendenrendite von im Mittel 7,9% p.a. freuen. So machen Dividenden Spaß!“


Machen Sie also weiter mit – und machen Sie’s gut!  

Börsenperspektiven: Nachlassende Angst erlaubt vorsichtige Hoffnung

25.04.16

Und jetzt? Auf vielen Anlagemärkten ist es relativ ruhig geworden, zumindest spürbar ruhiger als zum Jahreswechsel. Schon fast langweilig. Die wichtigsten Beispiele liefern Öl und Aktien: keine dramatischen Preisrückschläge, geringere Schwankungen, Stabilisierung auf höherem Niveau. Was ich Mitte vergangener Woche formuliert habe, kann ich heute fortsetzen. Und wer über frisches Kapital verfügt, braucht eigentlich nur ein bisschen Mut, um es jetzt (insbesondere an schwächeren Tagen) in Dax & Co. zu investieren. Ich rate aber unverändert dazu, Mut mit Vorsicht zu paaren, d.h. nicht gleich alles zu verschießen, sondern einen Teil des Pulvers trocken zu halten.

Die neue Woche, so kündigen es Analysten und diverse Medien jedenfalls an, soll wieder spannend werden. Vor uns liegen in der Tat ereignisreiche Tage. Das muss aber nicht heißen, wie wir gerade erlebt haben, dass dies auch zu dramatischen Änderungen der Preise führt. Noch ein positives Signal, das aus zeitlichen Gründen nicht alle wahrnehmen, sei an dieser Stelle erwähnt. Es ist durchaus normal, wenn in unsicheren Zeiten Positionen zum Wochenausklang abgebaut werden (Kurse deshalb abwärts) – viele Profis wollen nicht mit großen Beständen in die Handelspause gehen. Am vergangenen Freitag glaubten manche Beobachter nachmittags, es sehe schon „crashtechnisch“ aus, ausgehend von den Automobilaktien. Das war nicht nur übertrieben, sondern letztendlich falsch: Der Dax erholte sich rasch wieder und schloss nachbörslich mit knapp über 10.400 Punkten gut behauptet!

Wenn ich mir die jüngsten Aussagen Frankfurter und internationaler Analysten anschaue, dann gehen die zwar auseinander, was nichts Besonderes ist. Aber es fehlen die Extreme – keine lauten Crash-Warnungen, keine euphorischen Hausse-Ankündigungen. Das kommt solchen Anlegern zugute, die geduldig und demütig sind.

Eine Warnung will ich aber unbedingt los werden, und zwar zum wiederholten Mal: Verlassen Sie sich ja nicht auf das tägliche Geschreibe und Gerede der Medien und ihrer Informanten! Auf keinen Fall sollte Ihnen eine einzige Darstellung des Geschehens genügen. Je nach dem, wo Sie sich informieren, sind Ihnen in den zurückliegenden Tagen nämlich wieder einmal konträre Stimmungsbeschreibungen geliefert worden.

Da lese ich in einem Online-Dienst aus bestem Haus: „Warum Anlagestrategen optimistisch für die Aktienmärkte sind. Nach Ansicht von Experten soll sich der Aufschwung an den Aktienmärkten weiter fortsetzen – angetrieben von der lockeren Geldpolitik der EZB. Konjunktur und Unternehmensgewinne dürften eher positiv überraschen.“ Hier finde ich Dax-Prognosen von 11.500 bis 12.000 Punkten auf Jahressicht. Denn die Bewertungen von Aktien seien im langjährigen Durchschnitt moderat, im Vergleich zu Anleihen sogar sehr günstig. Und der Höhepunkt der Konjunktursorgen sei überschritten.

Parallel dazu entdecke ich an anderer Stelle die Überschrift „Analysten sehen aktuell kein Potential mehr für den Dax“. Begründung: Die Gewinne waren groß, denn der Dax hat innerhalb von zehn Handelstagen rund 1000 Punkte zugelegt. Nach der Kurserholung ist zwischenzeitlich wieder viel Optimismus eingepreist. Charttechnisch betrachtet wird ein temporären Rutsch auf weniger als 10.300 Punkte für möglich gehalten. Temporär, wohl gemerkt. Man muss also unbedingt auf die Hinweise zum zeitlichen Horizont achten!

Natürlich schließe ich trotz der aktuellen Stabilisierung schwächere Phasen auch kurzfristig nicht aus. Ich würde diese zum Anlass für weiteren Positionsaufbau in defensiven Value-Aktien nehmen.

Mitmachen beim Anleger-Barometer!

Heute noch einmal der Hinweis auf die neue Ausgabe des boerse.de-Anleger-Barometers, denn da sollten Sie auf jeden Fall mitmachen, geschätzte Leser. Es ist gerade gestartet worden. Thomas Müller, Geschäftsführer der boerse.de Finanzportal GmbH, schreibt dazu u.a.: Bitte nehmen Sie sich zwei Minuten Zeit, um uns Ihre persönliche Markteinschätzung mitzuteilen (es geht um die Beantwortung von fünf kurzen Fragen). Seien Sie dabei einfach völlig offen, es gibt kein „richtig“
oder „falsch“, sondern ausschließlich Ihre subjektive Meinung zählt! Als Teilnehmer stehen Ihnen im geschützten Online-Bereich alle Umfrage-Ergebnisse inkl. der neuen Stimmungsindikatoren sowie eine ausführliche Interpretation aller Fragen zur Verfügung. Für die Teilnahme erhalten Sie ein Dankeschön-Paket mit den besten Aktien-Investments für Ihren Börsen-Frühling! Außerdem nehmen Sie dann automatisch teil an dem großen Gewinnspiel um eine Reise nach New York (5-tägige Reise für zwei Personen an die Wall Street inklusive Flug und Übernachtung in einem 4-Sterne-Hotel am Times Square).


Machen Sie also weiter mit – und machen Sie’s gut!